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Winterschutz für Pflanzen bewahrt vor Frost und Sonnenwärme

Nicht nur Kälte ist im Winter für Pflanzen ein Problem, auch die Sonne und die zeitweise frühlingshafte Wärme. Schutz vor beiden Extremen ist deshalb wichtig.



Guter Frostschutz
Vlies ist ein guter Frostschutz, denn es ist luftdurchlässig. Die Hülle über den Pflanzen sollte man an warmen Tagen aber wieder abmachen.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Schlechter Frostschutz für Pflanzen ist wie ein warmer Anorak für den Menschen: Er wird zwar gebraucht, wenn es bitterkalt ist. Doch an wärmeren Tagen oder gar Wochen, wie sie im Winter immer mal vorkommen, ist er zu viel.

Frostschäden und Pilzkrankheiten

Auch Pflanzen schwitzen an besonders warmen Tagen unter ihrem Vlies oder ihrer isolierenden Lage aus Grüngut wie Reisig oder Laub, das viele Hobbygärtner gerne verwenden. Das kann ernste Folgen haben: Wenn die Pflanzen aufgrund der Wärme denken, es sei schon Frühjahr, treiben sie aus. Bei einem erneuten Frost kann das gerade an den jungen und empfindlichen Pflanzen zu Erfrierungen führen.

Die Wärme und vielleicht auch Feuchtigkeit unter der Hülle kann außerdem Pilzkrankheiten verursachen.

Guter Frostschutz wird daher am besten erst angebracht, wenn die Wetterprognosen Minusgrade ansagen. Wird es wieder wärmer, was gerade zum Frühlingsbeginn häufig der Fall ist, sollte man die Verpackungen wieder abmachen oder zum Lüften öffnen.

Viele Pflanzen vertrocknen

Wichtig ist der Frostschutz auch mit Blick auf die Wintersonne: Scheint sie auf die immergrünen Pflanzen, verdunsten sie Feuchtigkeit über das Grün und bekommen Durst.

An frostigen Tagen können die Wurzeln aber keinen Nachschub aus dem Boden ziehen - in der Folge können die Pflanzen Trockenschäden erleiden. Profis sagen: Pflanzen vertrocknen im Winter eher, als dass sie erfrieren. Auch hier hilft etwa eine Mulchdecke auf dem Boden. Sie schützt die Wurzeln vor Überhitzung.

Daher lautet der Rat des Bundesverbands Garten- und Landschaftsbau (BGL), den meisten Gartengewächsen einen Schutz vor Frost einerseits und einen Schutz vor der Wintersonne andererseits zukommen zu lassen. Das gilt, obwohl die meisten Gartengewächse hierzulande als winter- und frosthart gelten. Insbesondere gefährdet seien Gehölze an einer exponierten Stelle oder solche, die erst vor kurzem gepflanzt wurden und noch nicht ausreichend Wurzeln gebildet haben.

Pflanzen im Topf, die nicht ins Winterlager im Haus kommen, sollte man dicht zusammenstellen. Ihre Gefäße werden mit Jute oder Vlies umwickelt.

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dpa

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Veröffentlicht am:
12. 11. 2019
16:19 Uhr

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