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Wann man Blätter oder Triebe bei Tomaten entfernt

Tomaten lassen sich schnell selber ziehen, sind aber auch anfällig für allerlei Krankheiten. Wie geht man im Spätsommer mit den Tomatenstauden um, damit man noch lange ernten kann?



Grüne und rote Tomaten
Tomaten brauchen viel Energie zum Reifen - daher sollte man dosiert Blätter von der Staude entfernen.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Ein typischer Tipp für die Aufzucht von Tomatenpflanzen lautet: Im Spätsommer die obersten Triebe entfernen.

Das soll zum Saisonende den Tomatenstock entlasten. Sonst reifen die angelegten Früchte nicht mehr aus. Am besten die Spitzen entfernen, wenn die eigentlich unendlich weiterwachsenden Pflanzen den sechsten oder siebten Fruchttrieb ausbilden oder der Stock das obere Ende seiner Stütze oder des Spanndrahtes erreicht.

Dem Rat widersprechen inzwischen aber manche Experten. Es habe sich im gewerblichen Tomatenanbau im Gewächshaus als günstiger erwiesen, die Pflanzen nicht zu köpfen, erläutert die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen etwa. Denn Tomatenpflanzen leiden häufig unter Pilzkrankheiten. In diesem Fall kann man bei nicht geköpften Pflanzen noch gut befallenes Laub als Gegenmaßnahme abnehmen - und gesunde Blätter wachsen nach.

Dennoch kann es sinnvoll sein, Blätter und Triebe zum Wohl der Pflanze zu entfernen:

Zum einen wenn eine Tomatenstaude heranwächst. Dann kann man immer wieder Seitentriebe entfernen, so dass die Pflanze nur einen Haupttrieb hat. Das nennt man Ausgeizen. Damit verhindert der Gärtner, dass die Pflanze viel Energie in die Entwicklung von Seitentriebe steckt. Stattdessen soll die Energie in die Bildung von Früchten und damit eine ertragreiche Ernte fließen.

Die Seitentriebe werden am besten per Hand entfernt, wenn sie noch klein sind - maximal zehn Zentimeter lang, rät die Landwirtschaftskammer . Sonst werden die Wunden am Haupttrieb zu groß.

Zum anderen kann man zum Beginn der Ernte zu viele Blätter unten am Tomatenstock entfernen. Dadurch kann direkt am Stock die Luft besser zirkulieren. Das beugt Pilzkrankheiten vor. Es dürfen aber nicht zu viele Blätter weggenommen werden, da die Pflanze sonst nicht mehr ausreichend Photosynthese betreiben kann. Und das wirkt sich auf die Festigkeit, Haltbarkeit und auf den Geschmack der Früchte aus.

Daher raten die Experten: Erst kurz vor der ersten Ernte einzelne Blätter entfernen - am besten nur jene, die zu dicht hängen, krank aussehen oder den Boden berühren. Man fängt damit von unten an - zunächst bis zum ersten Fruchtansatz, später bis zum zweiten oder bei Bedarf noch weiter nach oben.

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dpa

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Veröffentlicht am:
11. 07. 2019
12:17 Uhr

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11. 07. 2019
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