Topthemen: Der NSU-ProzessMobilität und EnergieGebietsreformFußball-Tabellen

 

Klimaschutz im eigenen Garten betreiben

Hobbygärtner können die Welt retten - zumindest ein bisschen, und zwar indem sie Bäume auf ihre Grundstücke setzen. Denn Gehölze binden Kohlendioxid. Wird das Holz später verbaut, bleibt das CO2 darin sogar dauerhaft gespeichert - es schadet also nicht mehr dem Klima.



Spaliergehölz
Obstbäume finden sogar im kleinsten Garten Platz: Spaliergehölze können etwa an einer Mauer entlang wachsen.   Foto: Andrea Warnecke

Bäume pflanzen und dazu beitragen die Welt zu retten: Das geht in jedem Kleingarten. Mit dem Pflanzen eines Gehölzes kann jeder Gartenbesitzer einen Beitrag für den Klimaschutz leisten.

Bäume binden Kohlendioxid (CO2) langfristig - vor allem, wenn man darauf achtet, dass ihr Holz später weiterverbaut wird und die Blattmasse durch Verrottung in den Boden übergeht und das CO2 dort gebunden bleibt. Schlecht wäre es, Blätter und Holz zu verbrennen und so den Stoff wieder in die Luft abzugeben.

Wer also bei der Klimarettung einen Beitrag leisten möchte, sollte: einen Baum pflanzen, ihn lange erhalten und das Holz weiterverwerten. Dieser Klimabeitrag lässt sich durch bestimmte Bäume weiter steigern: «Groß macht mehr als klein, schnell wachsend macht auch mehr als langsam wachsend», sagt Helmut Selders, Präsident des Bunds deutscher Baumschulen. «Und alles, was viel Blattmasse bildet, ist gut.»

Dabei sollte man sich aber nicht von der Optik täuschen lassen, denn manche Nadelgehölze leisten einen größeren Beitrag als Laubbäume: «Eine Eibe hat im Vergleich mehr Blattmasse als ein gleich großer Laubbaum», sagt Selders.

Für kleine Gärten rät Selders zu einem Obstbaum: «Ein Obstbaum ist in jeder Weise ein fantastischer Baum. Er hat ein langes Leben, und er hat Blätter. Und er blüht und bietet auch noch Früchte.» Für besonders kleine Grundstücke gibt es Zuchtformen wie das Spalierobst, das zum Beispiel an Fassaden hochwachsen kann. Besitzern von größeren Gärten rät Selders zum Ahorn und bei sehr viel Platz zur Buche.

Auch die langsam wachsende Deutsche Eiche preist Selders für den Klimaschutzbeitrag an - denn gerade aus ihrem Holz lassen sich nach dem Lebensende des Baumes gut Möbel bauen. Er selbst habe kürzlich Eichen auf seinem Grundstück fällen müssen, sie zum Schreiner gebracht und zu Regalen verarbeiten lassen, erzählt der Experte. Nach Angaben der NRW-Forstwirtschaft kann Eichenholz allerdings frühestens im Alter von etwa 120 Jahren für den Möbelbau genutzt werden.

Holz von Obstbäumen lässt sich ebenfalls noch nutzen. «Auch wenn es etwas knorrig ist und viele Astlöcher hat, man kann wunderbar damit basteln, etwa einen Ständer für eine Lampe bauen», sagt Selders. Oder man bietet es Schreinern und Möbelbauern an: «Die nehmen das sehr gerne an, denn es ist langsam gewachsenes und damit sehr wertvolles Holz.» Auch die Linde eigne sich gut für die Weitergabe an die Möbelproduktion: «Sie hat schneeweißes weiches Holz, das man etwa für Tische in Gaststätten nutzt.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
10:08 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bäume Holz Klimaschutz Kohlendioxid
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Wohin mit dem Blättern?

18.10.2018

Der richtige Umgang mit Laub im Garten

So schön es an den Bäumen aussieht: Das Zusammenkehren des Herbstlaubs am Boden kann lästig sein. Gartenbesitzer können die abgefallenen Blätter aber auf viele Arten sinnvoll nutzen. » mehr

Umgestürzter Baum

17.10.2018

Standfestigkeit der Bäume im Garten kontrollieren

Einen morschen Stamm erkennt jeder. Doch auch äußerlich gesund wirkende Bäume sind eventuell nicht mehr standfest. Das kann etwa bei Stürmen schlimme Folgen haben. » mehr

Herbstlaub

05.10.2018

Warum sich Laub im Herbst bunt färbt

Die Temperaturen sinken, die Tage werden kürzer und buntes Laub fällt von den Bäumen: Es ist Herbst. Doch warum verfärben sich die Blätter überhaupt und fallen ab? » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
10:08 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".