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Von Turnen bis Yoga: Die besten Sportarten für Kinder

Viele Eltern schicken ihre Kinder schon mit drei Jahren zum Sport. Falsch ist das nicht, denn Bewegung ist für die kindliche Entwicklung wichtig. Doch nicht alle Sportarten eignen sich für den Einstieg.



Kinderturnen
Durch Bewegung werden bei Kindern unter anderem die Muskulatur, die Koordination sowie die Motorik geschult.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn » zu den Bildern

Yoga, Turnen und Kampfsport - schon für Kindergarten- und für Grundschulkinder ist das Sportangebot vielseitig. Das ist auch gut so, findet Katja Schmitt, Professorin am Institut für Sportwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Durch Bewegung werden nicht nur Muskulatur, Koordination und Motorik geschult. Auch die sozialen Fähigkeiten spielen beim Sport eine große Rolle, vor allem bei Teamsportarten wie Fuß- oder Handball. «Außerdem ist nachgewiesen, dass Sport die Konzentrationsfähigkeit bei Kindern fördert», sagt Schmitt. Sport tut also schon jüngeren Kindern gut, vor allem, wenn er in der Gruppe stattfindet.

Konkurrenz- und Wettbewerbsgedanken spielen in der Kindergartenzeit noch keine große Rolle, sagt Ilona E. Gerling. Sie ist Sportlehrerin an der Deutschen Sporthochschule Köln. Ihrer Meinung nach eignet sich aber nicht jede Sportart für Kindergartenkinder. «In diesem Alter sollten Kinder hauptsächlich Sportarten ausüben, bei denen natürliche und spielerische Körperbewegungen angeboten werden.».

Fangen Kinder zu früh mit Sport an, bei dem nur eine bestimmte Muskelgruppe trainiert wird, können Schäden am Skelett die Folgen sein. Wichtig ist deshalb, den kompletten Körper zu trainieren.

Besonders gut eignet sich für den Start das Kinderturnen. Nicole Greßner vom Berliner Turn- und Freizeitsportbund bietet solche Kurse an. «Turnen ist einfach eine sehr gute Grundlage für alle weiteren Sportarten.»

Für Mädchen und Jungen im Kindergartenalter empfehlen die Experten folgende Sportarten:

Kinderturnen: Sprossenwände oder umgedrehte Turnbänke motivieren zum Klettern, Laufen, Hüpfen oder Hangeln. Dadurch trainieren Kinder ihre Muskeln und stärken ihre Haltung und Bewegungssicherheit.

Kinderjudo: Auch beim Kinderjudo werden die Stütz- und Haltemuskulatur gestärkt und grundlegende koordinative und konditionelle Fähigkeiten geschult.

Kindersport im Park: In immer mehr Städten wird laut Schmitt Kindersport im Park angeboten. Ähnlich wie beim Kinderturnen stehen auch hier die natürlichen Bewegungsabläufe im Vordergrund. «Außerdem erprobt das Kind seine Geschicklichkeit.»

Kinderyoga: Laut Gerling kann Kinderyoga zwar ab drei Jahren begonnen werden, allerdings nur in Verbindung mit Sportarten wie dem Kinderturnen. Kinderyoga allein ist sonst nicht vielfältig genug.

Hat der Kinderkörper ein entsprechendes Muskelkorsett entwickelt, können weitere Sportarten hinzukommen. Gerling empfiehlt jedoch, einseitigen Sport nur in Verbindung mit vielseitigen Sportarten zu betreiben.

Folgende Sportarten eigenen sich ab dem Grundschulalter:

Ballsportarten: Bei diesen Sportarten wird auch die soziale Kompetenz gefördert. «Auf dem Spielfeld müssen die Kinder Rollen einnehmen, bewusst miteinander kommunizieren und Empathie aufbringen», sagt Schmitt.

Olympisches Geräteturnen, Sportakrobatik, Rhythmische Sportgymnastik und Ballett: Diese Sportarten können Kinder mit fünf Jahren anfangen. Allerdings brauchen sie dafür eine gute körperliche Grundlage. Der Körper wird hier gezielt auf anspruchsvolle Kunststücke vorbereitet. Das wiederum fördert die Koordination.

Veröffentlicht am:
24. 11. 2017
05:00 Uhr

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Autor

dpa

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24. 11. 2017
05:00 Uhr



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