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Jugendschützer warnen vor gefährlichen Mutproben im Netz

Für Mutproben waren Kinder und Jugendliche wohl schon immer empfänglich. Dass diese richtig gefährlich werden können, gilt auch für Challenges aus dem Netz. Darauf machen Jugendschützer aufmerksam.



Junge am Computer
Nagellackentferner auf der Haut anzünden oder auf fahrende Züge klettern: Im Internet werden Kinder und Jugendliche mitunter zu gefährlichen Challenges angestiftet.   Foto: Armin Weigel/dpa

Die Internetwächter von «Jugendschutz.net» haben im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg von Inhalten im Netz registriert, bei denen zu riskanten Mutproben aufgerufen wurde.

«Gefährliche Online-Challenges verbreiten sich in Social Media rasend schnell und finden durch den Mitmachdruck schnell Nachahmer», sagte der Leiter von «Jugendschutz.net», Stefan Glaser, anlässlich der Vorstellung des Jahresberichts der gemeinsamen Stelle von Bund und Ländern. Man beobachte, dass bei den Mutproben immer höhere Risiken eingegangen würden. «Aus Spaß kann dann ganz schnell eine lebensbedrohliche Situation entstehen», sagte Glaser.

Nagellackentferner auf der Haut anzünden, auf fahrende Züge klettern, an einer Steckdose einen Kurzschluss erzeugen wurden als Beispiele genannt. «Jugendschutz.net» durchkämmt das Internet auf Gefahren und Risiken und drängt Anbieter dazu, den Jugendschutz einzuhalten und gegebenenfalls Inhalte zu entfernen. Im Blick stehen riskante Kontakte, Selbstgefährdungen, politischer Extremismus, Hass und Gewalt und die sexuelle Ausbeutung von Kindern.

Der größte Zuwachs sei 2019 im Bereich der Selbstgefährdung festzustellen gewesen. Hier gab es fast eine Verdoppelung von 478 auf 846 registrierte Fälle. Auch bei Gewaltinhalten gab es eine Steigerung. Den größten Anteil der Verstoßfälle hätten aber auch 2019 Darstellungen sexualisierter Gewalt eingenommen (2553 Fälle).

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) verwies auf die von ihr geplante Reform des Jugendschutzgesetzes, mit dem Anbieter zu mehr Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz verpflichtet werden sollen. Es soll nach Angaben ihres Ministeriums voraussichtlich im Herbst im Kabinett beschlossen werden.

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dpa

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Veröffentlicht am:
05. 06. 2020
12:29 Uhr

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