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Wo sich Jugendliche über politische Themen informieren

Über soziale Medien wie Facebook oder Instagram werden nicht nur seriöse Nachrichten verbreitet. Wie gehen Jugendliche damit um? Und welche Infokanäle sind für sie am wichtigsten?



Jugendlicher am Computer
Welche Medien junge Menschen als Informationsquelle nutzen, hängt vom Thema ab. Bei der Debatte um das Urheberrecht etwa haben meist soziale Medien Vorrang.   Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Für Jugendliche in Deutschland sind persönliche Gespräche mit Freunden oder Familie als Informationsquelle zu politischen Themen ähnlich wichtig wie Nachrichtenseiten im Internet oder Nachrichten-Apps. Das ergab eine repräsentative Studie der gemeinnützigen Vodafone Stiftung.

69 Prozent der befragten 14- bis 24-Jährigen gaben ihre Familie und Freunde als Informationsquelle an, bei News-Sites und -Apps lag der Wert mit 67 Prozent nur geringfügig niedriger. Danach folgen Fernsehen (58 Prozent) und Radio (42 Prozent). Bei den sozialen Medien führt YouTube die Informationsquellen zu politischen Themen (32 Prozent) vor Facebook, Instagram und Twitter an.

Auf welchen Kanälen sich junge Menschen bewegen, hängt aber maßgeblich vom konkreten Thema ab. Soziale Medien dominierten bei der Debatte um das Urheberrecht als Informationsquelle (52 Prozent). Zum Thema Brexit geben dagegen 70 Prozent klassische Medien (Fernsehen, Radio und Zeitungen) als Informationsquelle an. Soziale Medien wie YouTube, Facebook, Instagram und Twitter landeten hier nur bei 22 Prozent.

Der Studie zufolge sind Falschnachrichten für junge Menschen allgegenwärtig und sorgen für Unsicherheit. Rund zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) geben an, mindestens einmal in der Woche mit Falschmeldungen in Kontakt zu kommen. Mehr als 40 Prozent der jungen Menschen fühlen sich allerdings unsicher oder sogar sehr unsicher, Falschmeldungen als solche erkennen zu können.

Unmut äußerten die Jugendlichen in der Umfrage über die Kommunikation von Politikern und Parteien. Insbesondere zu den Themen «Fridays for Future» und der Reform des Urheberrechts beklagen die Befragten die Verharmlosung oder Leugnung gravierender gesellschaftlicher Herausforderungen wie des Klimawandels sowie die Delegitimierung junger Expertise und jugendlichen Engagements. Drei Viertel der Freitextantworten im Themenbereich «Fridays for Future» und knapp die Hälfte aller Antworten zum Urheberrecht gehen in diese Richtung.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
26. 11. 2019
10:07 Uhr

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26. 11. 2019
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