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Hilfe für Schüler bei Ausgrenzung und Gewalt

Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich in ihrer Schule nicht sicher, sagen sie selbst in einer bundesweiten Befragung. Weiteres ernüchterndes Ergebnis: Hänseleien und Gewalt kennen die meisten. Wo bekommen die Kinder Hilfe?



Gewalt in der Schule
Ein Schüler drückt auf dem Schulhof einen anderen Schüler zu Boden.   Foto: Oliver Berg/dpa/Illustration

Die Mehrheit der Schüler in Deutschland hat einer Untersuchung zufolge Ausgrenzung, Hänseleien oder körperliche Gewalt bereits selbst erlebt. Und ein Viertel fühlt sich an der Schule nicht sicher.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine jetzt veröffentlichte repräsentative Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, für die bundesweit 3448 Schüler zwischen acht und 14 Jahren befragt worden waren.

«Auffällig» und «irritierend» aus Sicht der Autoren: Besonders hoch ist der Anteil der Übergriffe in den Grundschulen. Dort gaben knapp 30 Prozent der befragten Jungen und Mädchen an, im Vormonat von anderen Schülern gehänselt, auch ausgegrenzt und zudem «absichtlich gehauen» worden zu sein. An Haupt-, Real-, Gesamt- und Sekundarschulen sagte jeder Fünfte, alle diese drei Übergriffsformen im Monat zuvor erlebt zu haben. Im Gymnasium war es jeder Zehnte.

Über alle Schulformen hinweg betrachtet, haben rund 65 Prozent der befragten Schüler im Monat mindestens eine einzelne derartige Negativerfahrung gemacht.

Also viele Schüler erleben Hänseleien, Ausgrenzungen und Gewalt, häufig schon an der Grundschule. Wer solche Erfahrungen macht und wen das stark bedrückt, sollte sich Unterstützung holen - bei Eltern, Lehrern oder unabhängigen Anlaufstellen.

Schüler können etwa eine Mail an den Kika-Kummerkasten und das damit verbundenen Beratungsteam der Diakonie schreiben oder das Jugendtelefon der «Nummer gegen Kummer» anrufen. Rund um die Uhr bietet die Telefonseelsorge Hilfe und Unterstützung.

Für Väter und Mütter, die ihrem Nachwuchs helfen wollen, hat beispielsweise die «Nummer gegen Kummer» ein Elterntelefon, Tipps hat auch die Initiative «Schau hin!» auf ihrer Webseite gesammelt.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
03. 07. 2019
11:43 Uhr

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