Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

 

Gewalt in der Pflege früh erkennen und nicht verharmlosen

Immer wieder kommt es zu Gewalt in der Pflege. Eigentlich Schutzbefohlene misshandeln ihre Schützlinge physisch oder psychisch. Aber was sind die Auslöser und wie kann man Aggressionen vorbeugen?



Pflegesituation
In der Pflege kann es zu Gewalt kommen. Häufig sind Überforderung und starker Stress Auslöser.   Foto: Christophe Gateau

Gewalt kommt leider vor, auch in der Pflege - und unter Angehörigen. Mögliche Ursachen gibt es dabei viele, erklärt Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP).

Stress und Überforderung sind zwei der Risikofaktoren . Hinzu kommen zum Beispiel hohes Aggressionspotenzial, eine Suchterkrankung oder gesundheitliche Probleme - und zwischenmenschliche Konflikte.

Um solche Vorfälle zu verhindern, sollten pflegende Angehörige von Anfang an ihren eigenen Stress-Level im Blick behalten - und auf Warnzeichen achten. Denn die gibt es, sagt Suhr. «Ständige Müdigkeit zum Beispiel oder Gereiztheit, Schuld- oder Versagensgefühle, dieses "Ich schaff nicht mal das"».

Von da ist es meistens nicht mehr weit zum Gewaltausbruch, wobei Gewalt in der Pflege nicht zwingend physisch sein muss. Auch Beleidigungen und Vernachlässigung fallen darunter. «Wichtig ist vor allem, solche Vorfälle nicht zu verharmlosen», sagt Suhr.

Spätestens nach dem ersten Ausbruch sollten sich Pflegende Angehörige Techniken suchen, um aggressive Situationen zu entschärfen. «Das können ganz einfache Dinge sein, das Zimmer verlassen, wenn man spürt, dass man wütend wird, oder tief durchatmen und bis zehn zählen etwa», sagt Suhr. «Und dann sollte man sich Hilfe holen.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
28. 06. 2019
05:13 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Beleidigungen Gewalt Gewaltausbruch Probleme und Krisen Risikofaktoren Stress Suchtkrankheiten
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Pflege

28.06.2019

So vermeiden Sie Aggressionen in der Pflege

Anschreien oder beschimpfen, schlagen und einschließen - oder vernachlässigen. Immer wieder kommt es in der Pflege zu Gewalt. Was können Betroffene und ihre Angehörigen tun? Und wie lässt sich das in Zukunft verhindern? » mehr

Pflege

11.08.2020

Gewalt in der Pflege hat viele Facetten

Menschen zu pflegen, das kann purer Stress sein. Dies rechtfertigt zwar weder Grobheiten noch Beleidigungen - weil das Problem dennoch besteht, mahnen Pflegeexperten zu Sensibilität und Prävention. » mehr

Iventa Karl und Robert Prade

01.04.2020

Getrennte Liebe in Zeiten des Coronavirus

Liebe über Grenzen hinweg ist in Europa längst keine Seltenheit. Doch immer mehr Länder igeln sich wie Tschechien im Kampf gegen das Coronavirus ein. Viele Paare leiden unter Unsicherheit und Trennungsschmerz. » mehr

Auf fettiges Essen verzichten

25.04.2019

Bei Verdauungsproblemen im Alter geduldig bleiben

Im Alter funktioniert der Körper nicht mehr so wie er sollte. So unterliegt auch der Verdauungstrakt dem Alterungsprozess und sorgt für Probleme. Was Betroffene dagegen tun können: » mehr

Hilfe bei häuslicher Gewalt

13.07.2020

Opfern häuslicher Gewalt behutsam Hilfe anbieten

Die Nachbarin hat regelmäßig blaue Flecke und sieht verweint aus. Die Bekannte wirkt eingeschüchtert. Zeichen dieser Art deuten auf häusliche Gewalt hin. Wer so etwas beobachtet, sollte aktiv werden. » mehr

Junge am Computer

05.06.2020

Jugendschützer warnen vor gefährlichen Mutproben im Netz

Für Mutproben waren Kinder und Jugendliche wohl schon immer empfänglich. Dass diese richtig gefährlich werden können, gilt auch für Challenges aus dem Netz. Darauf machen Jugendschützer aufmerksam. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
28. 06. 2019
05:13 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.