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Pflegende brauchen von Anfang an Unterstützung

Die Pflege eines Demenzpatienten ist eine große Herausforderung. Damit Pflegende nicht psychisch erkranken, sollten sie von Beginn an kurze Auszeiten für sich einplanen - und für Unterstützung sorgen.



Pflege eines Demenzpatienten
Oft merken Pflegende nicht, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse nach und nach aus dem Blick verlieren.   Foto: David Hecker/Symbolbild

Die Pflege von Demenzpatienten kann für Angehörige ernste psychische Folgen haben. Die Fachgesellschaft DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde) rät deshalb, von Anfang an Entspannungs- und Unterstützungsangebote zu nutzen.

Man sollten damit nicht warten, bis man erste Anzeichen von Überlastung und Erschöpfung bemerkt. Selbst kurze Auszeiten, in Sportkursen etwa, können bereits spürbar entlasten. Wichtig ist zudem der Austausch mit anderen Angehörigen und Betroffenen, in Selbsthilfegruppen etwa. Und auch die Rufnummern für telefonische Unterstützungsangebote sollte man von Anfang an griffbereit haben. Solche Angebote gibt es zum Beispiel von Kranken- und Pflegekassen oder Alzheimer-Gesellschaften.

Ohne Entlastung und Unterstützer-Netzwerk kann die Angehörigenpflege sonst zum 24-Stunden-Job mit sozialer Isolation werden. Oft merken die Pflegenden dann gar nicht, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse schleichend aus dem Blick verlieren, warnen die Experten.

Hinzu kommt gerade bei der Pflege von Demenzpatienten die hohe seelische Belastung: Wenn die Erkrankten durch die Krankheit ihr Verhalten und ihren Charakter ändern, ist das gerade für nahe Angehörige oft schwer zu ertragen. Oft überträgt sich sogar die Hilflosigkeit der Patienten auf die Pflegenden. Am Ende entwickeln so auch die Angehörigen oft psychische Erkrankungen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
10. 05. 2019
05:13 Uhr

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