Topthemen: Gebietsreform: Das ändert sich in SüdthüringenMobilität und EnergieFußball-Tabellen

 

Frauen putzen mehr als Männer

Zeit für den Frühjahrsputz? Eine neue Umfrage verrät viel über das Putz-Verhalten in Deutschland - und wohl auch über Geschlechterrollen.



Frau beim Putzen
Wenn zu Hause selbst geputzt wird, übernehmen meist Frauen diese Aufgabe. Das ergab eine Umfrage.   Foto: Ralf Hirschberger

Die Geschlechter-Gerechtigkeit ist einer Umfrage zufolge beim Thema Putzen bei weitem nicht hergestellt in Deutschland. Auf die Frage «Wer putzt bei Ihnen zu Hause?» antworten 84 Prozent der Frauen mit «Ich selbst», von den Männern sagen das nur 58 Prozent.

«Wie häufig werden Toiletten und Waschbecken bei Ihnen zu Hause geputzt?» «Nahezu täglich» antworten 46 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer, insgesamt 37 Prozent. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Etwa wöchentlich sagt rund die Hälfte der Befragten (46 Prozent). Dass Klos und Becken seltener als einmal im Monat gesäubert werden, räumt 1 Prozent ein.

Zwei von drei Bundesbürgern machen ihre Wohnung einmal im Jahr besonders gründlich sauber (63 Prozent). Das Großreinemachen findet aber nur bei jedem Fünften als Frühjahrsputz statt (19 Prozent). 44 Prozent putzen zu irgendeinem Zeitpunkt im Jahr gründlich durch. Ganz ohne Grundreinigung der eigenen vier Wände kommen 32 Prozent aus.

Insgesamt greifen 71 Prozent der Erwachsenen in Deutschland daheim zu Staubsauger, Schrubber und Putzlappen.

Und so viel Zeit investieren sie: Jeder zehnte lässt sich das Putzen weniger als eine Stunde kosten (11 Prozent), ein Drittel putzt ein bis zwei Stunden in der Woche (33 Prozent), ein weiteres Drittel zwei bis vier Stunden (35 Prozent). Mehr als sechs Stunden wöchentlich putzen 7 Prozent (10 Prozent der Frauen und 2 Prozent der Männer).

Eine professionelle Reinigungskraft ist bei 6 Prozent der Befragten im Einsatz. Fast ebenso viele - 5 Prozent - erleichtern sich die Arbeit mit einem Saug-, Wisch- oder Fensterputzroboter.

Riesige Unterschiede gibt es in den Haushalten beim Thema Fensterputzen: Auf die Frage: «Wie häufig wird das größte Fenster Ihrer Wohnung geputzt?» sagen 7 Prozent «Häufiger als einmal im Monat». Je ein Drittel putzen viertel- oder halbjährlich (36 Prozent bzw. 34 Prozent). Dass sie den Fensterdreck einmal im Jahr oder seltener bekämpfen, räumen 28 Prozent ein.

Das Drogerie-Angebot an Glas-, Bad-, Herd-, Laminat-, Allzweck- oder sonstwelchen Reinigern ist riesig. Dabei kommt die Hälfte der Befragten (48 Prozent) mit drei bis vier verschiedenen Putzmitteln im Haushalt aus. Das Putzmittel-Extrem: jeder Zwanzigste hat mehr als zehn verschiedene Mittel im Regal.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
05. 03. 2019
09:59 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Deutsche Presseagentur Frauen Geschlechterrollen Männer Umfragen und Befragungen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Frauenhaus in Berlin

31.12.2018

Wohnungsmangel verschärft Lage der Frauenhäuser

Frauenhäuser in Deutschland nehmen jedes Jahr Tausende Frauen auf, die vor gewalttätigen Männern fliehen. Oder sie versuchen es, denn die Plätze sind rar. 2019 soll ein Aktionsprogramm die Lage verbessern helfen. » mehr

Seniorenbetreuung

18.09.2017

Entlastungsangebote - Pflegebedürftige bekommen Alltagshilfe

Ambulant vor stationär - Pflegebedürftige sollen möglichst lange selbstständig bleiben. Das wird angesichts der alternden Gesellschaft immer wichtiger. Der Pflegemarkt stellt sich gerade darauf ein. » mehr

Schneeeulen-Küken

02.10.2017

Hotel Mama: Vor allem junge Bayern wohnen gerne bei Eltern

Jungs müssen selten im Haushalt mitarbeiten, Mädchen schon. Das hat Folgen: Junge Männer ziehen nur ungern bei den Eltern aus und werden zu Nesthockern. In Bayern ist das Phänomen besonders ausgeprägt. » mehr

Ernst Fritz-Schubert

vor 4 Stunden

Glück wäre ohne Tiefpunkte langweilig

Ernst Fritz-Schubert will dem Glück junger Menschen auf die Sprünge helfen. Dafür bilden er und sein Team Lehrer aus, die das Fach Glück lehren. Er selbst hält sich für einen glücklichen Mann. » mehr

Verena Brunschweiger

14.03.2019

Von Mombies und kinderfreien Frauen

Kaum ein Thema wird so heftig diskutiert wie das Muttersein. Kind oder Karriere? Da wird das Private schnell politisch. Eine Lehrerin aus Regensburg entfacht mit ihrem Buch eine neue Debatte: Sie will auf gar keinen Fall... » mehr

Mit Videospielen beweglich bleiben

11.03.2019

Haben Videospiele für Senioren einen therapeutischen Effekt?

In der virtuellen Welt gelingen ihnen Dinge, die in der Realität nicht mehr klappen: Kegeln, Tanzen, Motorradfahren. Videospiele können positive Effekte auf die Gesundheit von Senioren haben. Ein bundesweites Projekt sol... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
05. 03. 2019
09:59 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".