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Bade-Tipps für Senioren

Nicht nur für Kinder, auch für Ältere können Badegewässer zur Gefahr werden. Denn für den Kreislauf ist der Sprung aus der Hitze ins kühle Wasser eine Herausforderung. Was Senioren beachten sollten.



Am Starnberger See
Am besten gehen Senioren zunächst mit den Füßen ins Wasser und benetzen dann ihre Arme nach und nach mit Wasser.   Foto: Lino Mirgeler

Der Sprung ins kühle Nass ist bei hohen Temperaturen verlockend. Doch gerade ältere Menschen kühlen sich besser langsam ab, bevor sie sich ganz ins Wasser begeben.

Der Temperaturunterschied zwischen der Liege in der Sonne und dem Wasser kann erheblich sein, warnt Achim Wiese, Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Während sich bei Hitze die Blutgefäße erweitern, ziehen sie sich nach dem Sprung ins Wasser blitzschnell zusammen. Hat jemand eh schon Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System, drohe dann etwa ein Herzinfarkt. Wird der Betroffene bewusstlos, ertrinkt er schlimmstenfalls.

Wiese rät, zunächst mit den Füßen ins Wasser zu gehen und dann die Arme nach und nach mit Wasser zu benetzen. «So kühlt man den Körper langsam herunter.» Erst dann sollten ältere Menschen losschwimmen. Hilfreich sei es auch, auf den eigenen Körper zu hören: Ins Wasser gehen sollte generell nur, wer sich wohlfühlt.

Gefährlich wird es zudem, wenn sich jemand überschätzt - etwa, weil er seine körperlichen Einschränkungen unterschätzt. Wer nicht mehr ganz so fit oder etwas aus der Übung ist, schwimmt deshalb besser nicht so weit raus.

Auch gute Schwimmer sollten zudem niemals allein baden gehen, betont Wiese. Ist jemand dabei, können beide aufeinander aufpassen. Wer allein unterwegs ist, sucht sich am besten eine Badestelle, wo auch andere im Wasser sind. Außerdem empfiehlt Wiese, nur an bewachten Badestellen schwimmen zu gehen.

Diabetiker müssen besonders achtgeben. Sie sollten keinesfalls mit leerem Magen baden gehen. «Schwimmen kostet viel Energie», sagt Wiese. Die Speicher sind entsprechend schnell leer, und eine Unterzuckerung im Wasser kann gefährlich werden.

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dpa

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Veröffentlicht am:
21. 08. 2018
11:48 Uhr

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