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Tiefgekühlt oder Dose: Ist Fisch immer gesund?

Gebraten, gedünstet, gegrillt oder roh - Fisch lässt sich vielseitig zubereiten, ist lecker und auch noch sehr gesund. Zwei Mal pro Woche darf er ruhig auf dem Speiseplan stehen. Was bei Kauf und Lagerung zu beachten ist.



Frische Wolfsbarsche
Im Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe) liegen die Wolfsbarsche frisch auf Eis. Man kann sie aber auch bereits filetiert und tiefgekühlt kaufen. Werden sie gleich nach dem Fang schockgefroren, gehen dabei kaum Nährstoffe verloren.   Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn » zu den Bildern

Eiweiß, Vitamin D, Vitamin B1, B5, B12, Jod, Omega-3-Fettsäuren und Selen - das ist nicht die Zutatenliste einer Vitamintablette. All diese Nährstoffe sind in 100 Gramm frischem Lachsfilet enthalten. Genauso wie in vielen anderen Fischsorten.

«Fisch ist so gesund, dass er ein- bis zweimal in der Woche auf dem Speiseplan stehen sollte», sagt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik (VFED).

In 100 Gramm Fisch stecken 20 Gramm Eiweiß, das der Körper benötigt, um Muskeln aufzubauen. Ernährungsexperten empfehlen pro Kilogramm Körpergewicht 0,8 Gramm Eiweiß pro Tag. Das Fischeiweiß ist besonders leicht verdaulich. Und ein Sattmacher ist es auch. Insofern ist magerer Fisch wie etwa Rotbarsch ideal für alle, die abnehmen wollen.

Dem Körper tun auch die in Fischen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren gut. Die mehrfach ungesättigten Fette schützen vor Entzündungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sie stärken das Immunsystem und unterstützen die Gehirnfunktion. «Fischarten wie Lachs, Makrele oder Hering enthalten besonders viele Omega-3-Fettsäuren», erklärt Andrea Schneider von der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf. Auch Vitamin D ist in Fisch reichlich vorhanden. Fisch ist auch die wichtigste natürliche Jodquelle. «Bereits zwei Portionen Seefisch pro Woche können ein Viertel des gesamten wöchentlichen Jodbedarfs decken», betont Morlo.

Fischessen hat aber auch seine Schattenseiten. Viele Fischbestände weltweit sind überfischt. Zu den gefährdeten Arten zählen Aal, Stör, Heilbutt und Seeteufel. Wer einen Beitrag zum Schutz der Meere leisten möchte, sollte diese Fische nicht essen. Hinweise finden sie im WWF-Einkaufsratgeber für Fisch und Meeresfrüchte.

Frischen Fisch erkennt man an den Augen, der Haut und den Kiemen. «Die Augen sollten klar, durchsichtig und prall - also nicht eingefallen sein», sagt Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in Bonn. Die Haut sollte glänzen und die Kiemen sollten hellrot sein. Bei einem Fischfilet ist die Frische daran zu erkennen, dass die einzelnen Muskelsegmente nicht auseinanderklappen.

Wer abgepackten Fisch im Supermarkt kauft und dabei umweltbewusst sein will, sollte auf Qualitätssiegel und Zertifikate achten. Von der Marine Stewardship Council (MSC) gibt es ein Logo mit einem kleinen blauen Fisch. «MSC-zertifizierte Fischereien dürfen zum Beispiel nur so viel Fisch fangen, dass der Fischbestand nicht beeinträchtigt wird», erläutert Schneider.

Zwischen im Supermarkt gekauften Tiefkühlfisch und frischem Fisch gibt es übrigens so gut wie keine Unterschiede. «Bei Tiefkühlfisch wurden die Fischfilets beziehungsweise der Fisch direkt nach dem Fang schockgefroren», erläutert Morlo. Es gehen kaum Nährstoffe und Vitamine verloren. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Verpackung unbeschädigt ist. Selbst Fisch aus der Dose ist gesund. Konserven mit fettreichen Seefischen sind sehr gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren. «Sie werden durch den Konservierungsvorgang nicht beeinträchtigt», sagt Schneider.

Wer Fisch nach dem Einkauf über ein bis zwei Tage im Kühlschrank hinaus aufbewahren möchte, sollte ihn einfrieren, empfiehlt Seitz. Je magerer der Fisch, desto länger ist er haltbar. «Scholle oder Zander beispielsweise lassen sich tiefgekühlt bis zu acht Monaten aufbewahren, Aal oder Lachs nur ein bis drei Monate», erklärt Seitz.

Veröffentlicht am:
07. 06. 2017
04:30 Uhr

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Dünsten Ernährung unter gesundheitlicher und wissenschaftlicher Perspektive Lachs Lagerung Nährstoffe Schutz der Meere Vitamine lecker
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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
07. 06. 2017
04:30 Uhr



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