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Blitzschnelle Desserts: Süße Ideen für jeden Geschmack

Ein besonders edler Milchreis oder ein superschneller Bienenstich: Dessert müssen kein großer Aufwand sein. Profis geben Tipps für köstliche Nachspeisen - die immer noch machbar sind und jedes Menü aufwerten.



Karamell-Dessert
Sieht aufwendig aus, ist aber ganz einfach: Ein Karamell-Dessert aus Schlagsahne und Kondensmilch mit Banane. Foto: Mona Binner/Bassermann Verlag/dpa-tmn  

Desserts nach dem Essen? Das gibt es bei vielen nur zu Festtagen. Immerhin sind viele Nachspeisen aufwendig zuzubereiten, oder ein weiterer Gang sprengt einfach den Zeitrahmen. Aber es gibt auch schnelle Varianten, die ganz leicht gelingen.

Ob fruchtig-frisch oder cremig-schokoladig, alles ist möglich. In ihrem Buch «Partyminis aus dem Glas» verrät Ulrike Beilharz ihre besten Tricks für Last-Minute-Desserts. Ein Beispiel sind quasi essbare Törtchenformen - selbst gebackene Mürbeteig-Leerkörper, die sich wochenlang in einer Plätzchendose halten. Bei Bedarf lassen sich die Teigformen beliebig füllen. «Ein Beispiel für eine tolle Füllung ist eine Mascarpone-Creme mit etwas Rum und Zucker. Dazu passen Weintrauben», sagt Beilharz.

Für die Törtchen-Leerkörper einfach einen Mürbteig aus Butter, Zucker, Mehl und einem Ei mischen, den Teig für etwa eine Stunde in den Kühlschrank legen und dann dünn ausrollen. Mit dem Rand eines Glases Kreise ausstechen und diese vorsichtig in die Mulden eines Muffinblechs legen. Das Ganze zehn Minuten bei 180 Grad backen und auskühlen lassen. «Nach dem Backen bestreiche ich die Leerkörper gerne mit weißer Kuvertüre, damit sie später nicht durchweichen», sagt Beilharz.

Die Dessert-Expertin empfiehlt außerdem, stets eine Rolle Blätterteig im Kühlschrank zu haben. Denn daraus lassen sich im Handumdrehen kleine Mini-Bienenstiche zaubern. Einfach kleine Quadrate aus dem Teig ausstechen, mit etwas Milch bestreichen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Wer mag, kann noch Mandelplättchen darüber streuen. Nach zehn Minuten im Backofen kann man die Quadrate mit einer Vanillecreme bestreichen und jeweils zwei Teilchen zusammensetzen. «Mit Puderzucker schmeckt das köstlich», sagt Beilharz.

Für alle, die es gerne schokoladiger mögen, hat Beilharz eine weitere süße Idee: Einfach einen viertel Liter Schlagsahne steif schlagen und anschließend zwei Esslöffel Nutella unterheben. Das Ganze in Dessert-Gläser geben und mit Bananenscheiben und Mandelplättchen dekorieren. Das funktioniert auch als Karamell-Variante: «Hierzu eine Dose gesüßte Kondensmilch aufkochen und steif geschlagene Sahne unterheben», empfiehlt Beilharz. Als knackiges Highlight kann man das Ganze noch mit zerkleinerten Karamellbonbons oder Bananenchips dekorieren.

Wer trotz Zeitdruck nicht auf ein bisschen Extravaganz verzichten möchte, für den hat Jonas Schwarz, Koch im Restaurant «Schmidt Z & KO» in Berlin, zwei Rezeptideen: Einmal die Moelleux au chocolat, ein weicher, gebackener Schokoladentraum. «Dafür schmelzt man einfach Butter zusammen mit der gleichen Menge dunkler Schokolade, verrührt vier Eier mit Zucker und Mehl und vermengt alles.» Das Ganze bei 200 Grad zwölf Minuten in einer Kuchenform backen. «Das Ergebnis ist ein lauwarmer Schokoladenkuchen mit halbflüssigem Kern.»

Eine weitere Idee von Schwarz ist ein veredelter Milchreis. «Den Milchreis mit Zucker, Kokosmilch und normaler Milch aufkochen und das Ganze 40 Minuten lang quellen lassen. Dann schneidet man eine Mango in Stücke und mischt sie zusammen mit etwas Zitronensaft unter den Milchreis», sagt Schwarz. Um diese süße Versuchung noch perfekter zu machen, bestäubt man sie am Ende mit Kokosraspeln und Zucker.

Fruchtig geht es weiter mit einem Rezept von Spitzenkoch Robin Pietsch, Leiter des Restaurants «ZeitWerk» in Wernigerode. Seine Idee: eine Birne im Glas. «Einfach eine kleine Birne schälen und entkernen und dann in ein Glas legen.» Dann mit etwas Honig übergießen und in einer Rührschüssel Butter, Quark, Mehl, Zucker, Zitronensaft und Semmelbrösel verrühren. Diese Masse über die Birne geben und das Ganze rund zehn Minuten bei 160 Grad im Ofen backen. «Schon hat man eine ganz besondere Delikatesse zum Kaffee», schwärmt Pietsch.

Wer Lust auf Kuchen hat, kann Pietschs Schoko-Tassenkuchen ausprobieren. «Dieses Dessert lässt sich kinderleicht zubereiten - ohne Messbecher oder Ofen», sagt Pietsch. Hierzu einfach in einer Tasse Zucker, Kakaopulver, Backpulver und Mandeln vermischen. Ein Ei, zwei Esslöffel Milch, zwei Esslöffel Öl und etwas Limettensaft dazu geben und verrühren. Die Tasse bei 600 Watt etwa vier Minuten in die Mikrowelle stellen - fertig.

Literatur:

Ulrike Beilharz, «Partyminis aus dem Glas ? süß und pikant», Bassermann Inspiration, ISBN-13: 978-3-572-08192-9, 14,99 Euro

Veröffentlicht am:
12. 04. 2017
04:55 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
12. 04. 2017
04:55 Uhr



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