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Weinlese: Guter badischer Jahrgang 2020 erwartet

Wer deutschen Wein mag und gerne zu einem Schluck aus Baden greift, darf sich auf den Jahrgang 2020 freuen. Zwischen Tauberfranken und dem Markgräflerland wird eine gute Qualität und Menge erwartet.



Weinlese
Im Spätsommer und Frühherbst findet in Südbaden die Weinlese bzw. der sogenannte «Herbst» statt, währenddessen die reifen Trauben entweder von Hand oder mit einem Vollernter geerntet werden.   Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Sonne, Regen, Frühlingsfrost: Der badische Wein hat 2020 von allem etwas und nicht zu viel kommen - und das lässt die Winzer auf einen guten Jahrgang hoffen.

Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) ist voller Zuversicht: «Die Qualität des 2020er Weinjahrgangs wird kaum Wünsche offenlassen. Die Winzer haben im Jahr 2020 unter erschwerten Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet», lobe er.

Die erste Lese für den Federweißen habe bereits am 10. August begonnen und damit so früh wie nie zuvor, teilte der Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbands, Peter Wohlfahrth, mit. Die Lese frühreifer Rebsorten laufe, die Hauptlese starte am 7. September.

Wohlfarth rechnet damit, dass der Jahrgang 2020 bei der Qualität zwischen 2018 und 2019 liegen werde. Die erwartete Ernte von 75 bis 80 Hektoliter (hl/100 Liter) je Hektar (ha/10.000 Quadratmeter) fällt geringer aus als 2018 mit 96,4 hl/ha. Im vergangenen Jahr waren es 79,5 hl/ha.

Baden umfasst die Anbaugebiete Tauberfranken, Badische Bergstraße, Kraichgau, Ortenau, Breisgau, Kaiserstuhl und Tuniberg, Markgräflerland und Bodensee. 2018 gab es fast 15.500 Hektar Rebflächen, die von knapp 18.000 Betrieben bewirtschaftet wurden. 72 Prozent der Flächen sind Winzergenossenschaften angeschlossen. In Baden dominieren Trauben der Burgunderfamilie, etwa Weißburgunder, Grauburgunder und Blauer Spätburgunder. Weitere Sorten sind zum Beispiel Chardonnay, Schwarzriesling oder Gutedel.

Der Württembergische Weinbauverband will seinen Ausblick auf den aktuellen Jahrgang in der nächsten Woche geben. Präsident Hermann Hohl sagte vorab, er erwarte eine im Vergleich zum Vorjahr um etwa 20 Prozent geringere Ernte. Gründe seien Spätfrost, Trockenheit, Hagel und Sonnenbrand. Die Qualität werde jedoch gut sein. In Württemberg mit den Hauptsorten Trollinger, Riesling und Lemberger soll die Hauptlese Ende September beginnen. Das württembergische Weinbaugebiet ist mit rund 11.500 Hektar kleiner als das badische.

© dpa-infocom, dpa:200903-99-416934/2

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dpa

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Veröffentlicht am:
03. 09. 2020
14:03 Uhr

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03. 09. 2020
14:03 Uhr



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