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Blaubeer-Boom dauert an

Sie gehören zum Sommer wie Eis und Grillen und für viele inzwischen im ganzen Jahr zum Speiseplan: Heidelbeeren. Auch im Corona-Jahr bleiben die Früchtchen sehr begehrt.



Blaubeer-Boom
Ob in Smoothies, Pfannkuchen oder Quark - Heidelbeeren bleiben gefragt.   Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Ihr Hype als Superfood scheint unaufhaltsam: Blaubeeren sind in Deutschland weiterhin Trend-Obst. Viele nehmen sie für Smoothies, Desserts, Müslis, Pfannkuchen, Quark, Kuchen oder einfach zum Naschen.

Die Einkaufsmenge frischer Heidelbeeren wächst rasant und entsprach vergangenes Jahr 663 Gramm pro Kopf, wie eine Auswertung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Bonn auf Basis von Zahlen der GfK zeigt. 2015 waren es noch 210 Gramm pro Kopf. Für 2020 rechnet der AMI-Experte Claudio Gläßer mit einem weiteren Anstieg.

Woher kommen die Blaubeeren?

Mit der steigenden Nachfrage stieg auch die Anbaufläche von Heidelbeeren in Deutschland auf 3162 Hektar (31,62 Quadratkilometer). Die Fläche hat sich in den vergangenen etwa zehn Jahren verdoppelt. Heidelbeeren werden vor allem in Norddeutschland angebaut, fast zwei Drittel der Fläche entfallen auf Niedersachsen.

Noch größer als das Wachstum der Inlandsproduktion ist allerdings das der Importe, die mittlerweile zu einer ganzjährigen Marktversorgung führen. Seit 2010 verzehnfachten sich die Importe auf mehr als 57.000 Tonnen. Parallel zur deutschen Ernte-Saison zwischen Juni und August konkurrieren Einfuhren aus Südosteuropa und Polen. Der Großteil der nach Deutschland eingeführten Heidelbeeren stammt aus Spanien, gefolgt von Peru, Polen und Marokko.

Welche Sorten gibt es?

Bei den meisten Blaubeeren in deutschen Supermärkten und Discountern handelt es sich um Kulturheidelbeeren, die ursprünglich aus Nordamerika stammen und seit rund 70 Jahren auch in Deutschland angebaut werden. Sie sind deutlich größer als die europäische Waldheidelbeere. Sie sind außerdem nicht rot durchgefärbt und hinterlassen somit keine rote Zunge und weniger Flecken.

Die beliebtesten Beeren der Deutschen sind übrigens nach wie vor Erdbeeren. Aus botanischer Sicht sind Erdbeeren aber eigentlich keine Beeren, sondern Nüsse, sogenannte Sammelnussfrüchte. Die vermeintlich rote Frucht ist nur Scheinfrucht. Die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die grünen Körnchen an der Oberfläche.

© dpa-infocom, dpa:200903-99-413621/2

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dpa

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Veröffentlicht am:
03. 09. 2020
10:33 Uhr

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03. 09. 2020
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