Lade Login-Box.
Topthemen: Gebietsreform: Das ändert sich in SüdthüringenMobilität und EnergieFußball-Tabellen

 

Werbung für Fleisch führt Verbraucher in die Irre

Fleisch kaufen mit gutem Gewissen - das wollen Händler mit Labels und Werbebotschaften ihren Kunden bieten. In einer Stichprobe haben die Verbraucherzentralen Aussagen zu Tierhaltungsstandards überprüft. Ergebnis: Die Botschaften bieten kaum Orientierung.



Haltungskennzeichnung bei Fleisch
Viele Fleischprodukte haben inzwischen eine Haltungskennzeichnung. Doch nicht immer sind sie aussagekräftig, kritisieren Verbraucherschützer.   Foto: Marius Becker

Weidehaltung», «mehr Platz», «kleinere Tiergruppe»: Viele Labels und Werbeslogans versprechen Kunden Fleisch mit besseren Tierstandards.

Doch die Botschaften seien selten nachvollziehbar, verlässlich und bieten kaum Orientierung, kritisieren die Verbraucherzentralen nach einer bundesweiten Untersuchung in 17 Supermärkten und Discountern.

Die Verbraucherschützer sprechen sogar von einem Verwirrspiel. Speziell bei Schweine- und Rindfleisch gebe es beschönigende Auslobungen. So zeigte zum Beispiel bei einem Schweine-Minutensteak ein Foto auf der Verpackung Schweine in Freilandidylle. Das daneben abgebildete Haltungszeugnis der Stufe 1 entsprach jedoch lediglich dem gesetzlichen Mindeststandard der Stallhaltung.

Mit solchen Marketing-Tricks würden Verbraucher hinters Licht geführt. «Ihre Erwartung, Fleisch aus vermeintlich besserer Tierhaltung zu kaufen, wird enttäuscht», kritisiert Lebensmittelexpertin Annett Reinke von der Verbraucherzentrale Brandenburg. «Begriffe wie artgerecht, tiergerecht oder Tierwohl sind rechtlich nicht geschützt, werden aber willkürlich genutzt», erklärt die Münchner Verbraucherschützerin Jutta Saumweber.

Lediglich bei Geflügel gebe es festgeschriebene EU-Vermarktungsnormen. Bezeichnungen wie «extensive Bodenhaltung», «Freilandhaltung», «bäuerliche Freilandhaltung» und «bäuerliche Freilandhaltung - unbegrenzter Auslauf» seien eindeutig definiert. Sie schreiben genau vor, wie viel Platz die Tiere haben, wie groß ihr Auslauf ist und wie sie gefüttert werden.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
15. 01. 2019
14:14 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Verbraucherzentralen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Männliche Küken

13.06.2019

Eier aus Initiativen ohne Kükentöten kaufen

Das Bundesverwaltungsgericht hat das massenhafte Töten männlicher Küken in der Legehennenzucht vorerst noch als rechtmäßig bestätigt. Doch als Verbraucher kann man schon jetzt etwas tun. » mehr

Veganer Wein

10.06.2019

Was einen Wein vegan macht

Immer häufiger steht auf dem Weinetikett «vegan». Viele werden sich fragen: Welche tierischen Inhaltsstoffe können denn überhaupt im Rebsaft stecken? Eine Ernährungsexpertin klärt auf. » mehr

Palette mit Eiern

16.05.2019

So entscheide ich mich beim Eierkauf gegen das Kükentöten

Das millionenfache Töten männlicher Küken bei der Erzeugung von Eiern müssen Verbraucher nicht hinnehmen. Denn im Supermarkt haben sie meist die Wahl. Es lohnt, einen genauen Blick auf die Verpackung zu werfen. » mehr

Tomaten im Kühlschrank

27.02.2019

So hält sich Obst und Gemüse

Nicht nur der Mensch hat Lieblingsplätze. Auch Obst und Gemüse mögen eine Umgebung, die sie nicht schneller welken oder gar faulen lässt. Doch wie sieht die optimale Lagerung aus? » mehr

Marmelade kochen

20.02.2019

Fünf Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Laut Studien werden jährlich elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen - allein auf die Privathaushalte entfallen davon 55 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Wie können Verbraucher diese Menge verringern? » mehr

Bier trinken

18.01.2019

Brauereien informieren über Bierbauch-Risiko

Die Brauer wollen künftig schon auf dem Etikett über den Kaloriengehalt des Gerstensaftes Auskunft geben. Und drängen Winzer und Spirituosenhersteller, ihrem Beispiel zu folgen. Das ist vielleicht nicht ganz uneigennützi... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
15. 01. 2019
14:14 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".