Nachdem der Freistaat Thüringen im Klageverfahren gegen den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Planfeststellungsbeschluss als Voraussetzung für den Start des Straßenbaus selbst zurückzog, herrscht große Enttäuschung in dem Meininger Ortsteil, dessen Einwohner vom Verkehr zur Autobahn und von der Autobahn schwer geplagt sind. „Götterdämmerung, nicht nur eine Wagner-Oper, beschreibt recht anschaulich, auf was Helba, Meiningen, die vielen Unterstützer der Bürgerinitiative und die Bürgerinitiative hinarbeiten“, sagt deren Sprecher Kai Hackenschmidt. Man hoffe auf den Untergang der alten Zustände und den Anbruch eines neuen Zeitalters, eines Zeitalters ohne Lärm in Permanenz, ohne Wertverlust der Grundstücke, mit reduzierter Gefahr für Leib und Leben, ohne Raserei durch den Ort, der seit 30 Jahren Anfang und Ende einer Autobahnauffahrt ist. Die Bürgerinitiative wirft dem Land Thüringen und den Planungsbehörden Totalversagen vor. Sie ruft alle Unterstützer auf, sich am Dienstag um 12 Uhr an der Helbaer Kirche einzufinden. Dort sollen gegenüber Thüringens Infrastrukur-Ministerin Susanna Karawanskij die Forderungen nach einer zügigen Fertigstellung des fehlenden A71-Bauabschnitts bekräftigt, der Zeitstrahl des Versagens erläutert und um Unterstützung gebeten werden.