Meiningen - Anlass für Falk Grimms Kritik, gerichtet vor allem an die Adresse der SPD-Fraktion, war die abschließende Beratung des städtischen Haushalts 2022. „Es ist meiner Fraktion absolut rätselhaft, dass ein sozialdemokratisch geführter Stadtrat und die Verwaltung keinen Bedarf an einer weiteren Streetworker-Stelle sehen. Speziell nach den Berichterstattungen hier in diesem Haus“, kam der Vorsitzende der Fraktion Freie Wählergemeinschaft/FDP auf sein Anliegen zu sprechen. „Die jetzige Stelle wurde dank Landkreis um 25 Prozent erhöht auf eine volle Stelle. So viel ist Ihnen, verehrte Kollegen der Meininger Sozialdemokratie, die Lösung der sozialgesellschaftlichen Probleme unserer Stadt wert?“, bemerkte er provokant. „Uns allen muss doch die zwingende Notwendigkeit im alltäglichen Leben und Erleben unserer Stadt aufgefallen sein! Und ein Alkoholverbot löst doch die Probleme nicht – nein, wir verlagern sie lediglich“, gab Falk Grimm zu bedenken. Die Verantwortung zur Lösung dieser Probleme liege im kommunalen und nicht im gesamtgesellschaftlichen Bereich beim Land oder Bund. „Wir selbst hier vor Ort, die Probleme teilweise mit dem Namen kennend, müssen sie angehen und so gut als möglich versuchen zu lösen“, appellierte er. Als besten Ansatz einer Lösung sehe seine Fraktion nach wie vor einen zweiten Streetworker an. An anderer Stelle hatte Falk Grimm bereits die Erweiterung des Stellenplans um einen Wirtschaftsförderer gefordert – eine Aufgabe die der Bürgermeister als Chefsache betrachtet (wir berichteten). Andererseits hatte der Fraktionsvorsitzende den Umfang der Investitionsausgaben im diesjährigen Haushalt scharf kritisiert.
Zweiter Streetworker? „Überproportional große Probleme“
any 21.02.2022 - 17:13 Uhr