Unfall B 62 Zwei Schwerverletzte und Szenen wie im Krimi

Beate Funk

Zwei Menschen sind am Mittwoch bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos auf der Bundesstraße 62, in Höhe der Einmündung Oberzella, schwer verletzt worden. Schaurig klingt das, was sich nach dem Unfall zutrug – Szenen wie aus einem Krimi sorgten für Aufsehen.

Vacha/Dorndorf - Bei einem Frontalzusammenstoß auf der Bundesstraße 62, in Höhe der Einmündung Oberzella, sind am Mittwoch zwei Menschen schwer verletzt worden. Nach Angaben von Vivien Glagau, Sprecherin der Polizei in Suhl, waren gegen 12.30 Uhr ein BMW, an dessen Steuer ein 32-jähriger Mann aus Herford saß, und ein Honda, den eine 57-Jährige aus Kieselbach fuhr, frontal zusammengeprallt. Daraufhin habe der schwer verletzte und blutende BMW-Fahrer sein kaputtes Auto verlassen, sei auf einen Pkw, der wegen des Unfalls halten musste, zugestürmt, habe die Tür aufgerissen, die völlig verdutzte Fahrerin herausgezerrt, sich selbst ans Steuer gesetzt – und wollte starten. Das hätten Zeugen, die der Frau zur Hilfe eilten, verhindert.

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Davon habe sich der 32-Jährige aber nicht beirren lassen: „Er ist direkt weiter zum Rettungswagen gelaufen, hat sich dort ans Steuer gesetzt und wollte flüchten“, schilderte Vivien Glagau. „Dieser Versuch ist dann glücklicherweise auch gescheitert.“ Rettungskräften sei es gelungen, den Mann davon abzuhalten. Von eintreffenden Polizeibeamten wurde er gebändigt – und in deren Beisein erst einmal medizinisch versorgt.

Die ebenfalls schwer verletzte Autofahrerin aus Kieselbach musste mit einem Hubschrauber ins Klinikum geflogen werden. Beide Autos waren bei dem Unfall komplett zerstört worden. Die B 62 war in der Folge mehrere Stunden voll gesperrt, überall auf der Fahrbahn lagen Trümmerteile.

Zeugen gesucht

„Bislang konnte nicht geklärt werden, wie der Unfall überhaupt passiert ist“, sagte die Polizeisprecherin. Deshalb werden Zeugen gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bad Salzungen, ( (0 36 95) 55 10, zu melden. Ob möglicherweise Alkohol oder Drogen im Spiel waren – was eine Erklärung für das Verhalten des BMW-Fahrers sein könnte – müsse noch untersucht werden, so Vivien Glagau.