Die Scharfenbergs machen das, wovor sich immer mehr wegzuducken scheinen. Sie übernehmen jeden Tag gesellschaftliche Verantwortung, sind für andere da. In ihrer eigenen Familie, im Beruf und im Freundeskreis. „Das ist Einstellungssache. Entweder du willst Leuten helfen oder nicht“, sagt der Herr im Hause, Ralf Scharfenberg, am Küchentisch seines Eigenheims auf dem Familiengrundstück in Breitungen nahe der Werra, wo schon 1901 ein Fachwerkhaus entstanden war. Hier gibt er sich mit Ehefrau Katrin, Tochter Lena und Sohn Lukas oft nur die Türklinke in die Hand. Der 47-Jährige gelernte Altenpfleger arbeitet in Bad Liebenstein drei Schichten. „Das Arbeiten in Schichten muss einem dabei auch bewusst sein.“ Katrin, Lena und Lukas sitzen mit am Tisch während des Gespräches mit unserer Redaktion, dass sich schnell zu einem Plädoyer für die Menschlichkeit entwickelt.