Unlängst ist in Sonneberg ein Netzwerk aus der Taufe gehoben worden, das helfen soll, Schülern den künftigen Weg in die Arbeitswelt besser zu ebnen – nämlich die 18. regionale Ausgabe des Thüringer Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT.
Auch in der Spielzeugstadt gibt es nun ein Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT zur Koordinierung von Aktivitäten, welche Schülern den Weg in den künftigen Beruf aufzeigen. Es ist das 18. seiner Art in Thüringen.
Unlängst ist in Sonneberg ein Netzwerk aus der Taufe gehoben worden, das helfen soll, Schülern den künftigen Weg in die Arbeitswelt besser zu ebnen – nämlich die 18. regionale Ausgabe des Thüringer Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT.
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Die Gründungsveranstaltung fand im Stadtteilzentrum „Wolke 14“ statt und vereinte die Berufsorientierungslehrer (BO-Lehrer) aus allen sechs Schulen des Stadtgebietes: Staatliches Förderschulzentrum Wolkenrasen, Staatliche Regelschule „Cuno Hoffmeister“, Staatliche Regelschule „Bürgerschule“, Thüringer Gemeinschaftsschule „Sibylle-Abel-Schule“, Staatliches Gymnasium „Hermann Pistor“ und Staatliche Berufsbildende Schule Sonneberg. Die Fäden zusammenlaufen werden bei der Stadt, konkret über den dortigen Wirtschaftsförderer und MINT-Koordinator Marco Kuhnt, der nun also auch für SCHULEWIRTSCHAFT als Netzwerkkoordinator fungiert.
Sonnebergs Bürgermeister Heiko Voigt verwies zum Auftakt darauf, dass die Stadt seit Jahren eng mit Schulen und Unternehmen in Sachen Berufsorientierung zusammenarbeite, auch über ihre schon bestehende MINT-Initiative. (MINT meint Unterrichts-, Studienfächer und Berufe aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.) „Nun wollen wir einen weiteren Schritt gehen, um Schule und Wirtschaft zusammenzubringen – auf Augenhöhe mit unserer Initiative ,MINT-freundliche Stadt Sonneberg’“, so Heiko Voigt.
Die klassische Berufsberatung durch die Bundesagentur für Arbeit werde zwar durch das Netzwerk nicht ersetzt, erklärte Marco Kuhnt. Aber es solle der weiteren Berufsorientierung dienen und die enorme Bandbreite der Sonneberger Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten aufzeigen, von bekannten und vielleicht auch eher nicht so bekannten Ausbildungsbetrieben. Ein Großteil dieser Informationen befindet sich schon jetzt auf der Orientierungsplattform
https://job-son.de/
In Zukunft soll es eine neue digitale Plattform geben, die die bereits bestehende Karriereplattform „Job-Son“ als erste Orientierungshilfe ergänzt. Sie soll es den Schulen, Schülern, Eltern und Unternehmen erleichtern, die Übersicht über die mehr als hundert Ausbildungsberufe, die zahlreichen dualen Studiengänge und auch die Thematik Schülerpraktikum zu erhalten.
Bereits in den letzten Jahren hatte die Stadt Sonneberg – zusammen mit Schulen, Unternehmen und anderen Partnern – zahlreiche Aktivitäten zum Aufzeigen künftiger beruflicher Karrieren durchgeführt, unterstützt beziehungsweise ins Leben gerufen. Diese sollen nun im Rahmen des neuen Netzwerkes den Schulen und Sonneberger Unternehmen gebündelt zur Verfügung stehen und koordiniert werden. Dabei sollen sich Schule und Wirtschaft noch enger austauschen und sich weiter vernetzen. Marco Kuhn verwies auf die zahlreichen schulinternen Berufsorientierungstage und -messen, die Praktika der Schüler, die großen Berufsorientierungsmessen „Ram“ und „Famos“, die Aktivitäten der Unternehmen bei Berufsorientierung und -recruiting sowie die Ausbildungsinitiative der Stadt, „Job-Son“.
Auf der Gründungsveranstaltung wurden die ersten Informationen zum weiteren Vorgehen innerhalb des Netzwerkes besprochen beziehungsweise die ersten Überlegungen zur Berufsorientierung ausgetauscht. „Wir wollen das auf Augenhöhe mit allen Sonneberger Schulen angehen, das ist uns besonders wichtig“, erklärte Marco Kuhnt. „Und natürlich sind die zahlreichen Sonneberger Ausbildungsbetriebe eine weitere wichtige Komponente im neuen Netzwerk.“
Diese sind, soweit sie Interesse haben, herzlich eingeladen, sich im neuen Netzwerk zu engagieren. Denn, so Kuhnt: „Das Netzwerk muss in den nächsten Monaten und Jahren weiterwachsen. Die Unternehmen sind mit ihren bestehenden Angeboten von Ausbildung, dualem Studium, Praktikum, Ferienarbeit und anderen Karrierebausteinen bereits mit der Gründung des Netzwerkes Bestandteil.“
Weitere Fragen können an den Netzwerkkoordinator Marco Kuhnt gestellt werden unter Tel. (03675) 88 01 21 bzw. als E-Mail an wirtschaftsfoerderung@stadt-son.de.
Im Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT
arbeiten Schulen und Unternehmen vor Ort partnerschaftlich zusammen, um jungen Menschen den Weg in die Arbeitswelt zu ebnen. Das Netzwerk versteht sich als Mittler für eine praxisnahe Berufsorientierung. Es baut sich aus fast 400 regionalen Netzwerken in allen Bundesländern – davon nunmehr, nach der Gründung in Sonneberg, 18 in Thüringen – auf. SCHULEWIRTSCHAFT bietet erprobte Materialien aus der Praxis für die Kooperationen vor Ort wie Checklisten, Leitfäden und Musterverträge. Sie schreibt den jährlichen „SCHULEWIRTSCHAFT-Preis“ aus und koordiniert die Vergabe des „Berufswahl-Siegel“ für Schulen mit vorbildlicher Berufsorientierung. Mit den Schülerfirmenprogrammen „Junior“ wiederum soll der Gründergeist schon frühzeitig geweckt werden.