Zum ersten Mal Seeadler in Breitungen zu Gast

Klaus Schmidt
Im Flug fällt der fast weiße Stoß auf, der ihn als fast ausgewachsenen Greif kennzeichnet. Für den Seeadler ist der sehr kräftige gelbe Hakenschnabel charakteristisch. Foto: /Klaus Schmidt

Ein Seeadler hält sich seit mehr als einem Monat an den Breitunger Seen auf. Es ist ein junges, vermutlich vierjähriges Tier, das noch nicht ganz ausgewachsen ist.

Es ist der erste Nachweis dieses kräftigen Greifvogels im Naturschutzgebiet Breitunger Seen. Mit einer Flügelspannweite von mehr als zwei Metern gehört er zu den größten Vogelarten in Europa. Seeadler brüten an großen Seen und Küstengewässern in Norddeutschland, Skandinaviens, Polens und Russlands. Durch Verfolgung und Umweltgifte hat der Greif arg gelitten und starke Bestandseinbußen hinnehmen müssen. Unter den heutigen Bedingungen hat sich der Brutbestand erholt und wieder deutlich zugenommen. In Norddeutschland nisten inzwischen etwa 500 Paare.

An den Breitunger Seen ernährt sich der Seeadler vom Fischfang, aber auch mehrere Wildenten gehen auf sein Konto. Da er gern aus den höchsten Baumspitzen seine Umgebung beäugt, ist er oft schon von weitem zu erkennen.

 

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