Zu viel Kraft? Vierstelliger Sachschaden durch Vandalen

Eines der Sonneberger Kunstwerke. Foto: Polizei/Sonneberg

„Wo rohe Kräfte sinnlos walten, da kann sich kein Gebild gestalten“, heißt es bei Friedrich Schiller im Gedicht von der Glocke. In Sonneberg haben am Wochenende Randalierer diesen Spruch mit Leben gefüllt. Der Schaden zieht sich durch die halbe Stadt.

Sonneberg - Schmierfinken in Sonneberg haben ihre Zeichen an Garagen, Mauern und Hauswänden, einer Bushaltestelle und Streukästen hinterlassen. Bei der Aktion in der Nacht zum Samstag wurde entlang des Drehweges, über den Stadtgraben und der Unteren Marktstraße bis zur Straße Schöne Aussicht herumgeschmiert, wie es im Polizeibericht heißt.

Außerdem rissen die Täter die Straßenbegrenzungspfeiler heraus und liefen mit diesen durch das Stadtgebiet. Der Schaden ist derzeit nicht bezifferbar, da weiterhin Nachmeldungen eingehen, wird sich aber laut Polizei im mittleren vierstelligen Bereich bewegen. Die Polizeiinspektion Sonneberg bittet Zeugen, sich zu melden unter Telefon (0 36 75) 87 50.

Illegale Graffitisprayer werden selten auf frischer Tat erwischt. Am Wochenende ist der Polizei in Suhl aber ein Schmierfink an der Suhler Sternwarte in die Hände gefallen.

Der Mann musste sein „Kunstwerk“ dann unter Aufsicht auch wieder bereinigen. Die Beamten hatten Erfolg, weil aufmerksame Bürger den Graffitisprayer in seiner schöpferischen Phase beobachten konnten und die Polizei informierten.

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