Zeugnisübergaben im Kreis Sonneberg Zeugnisse nicht nur für Schüler

In festlicher Runde wurden in dieser Woche allerorten im Landkreis Sonneberg die Zeugnisse ausgegeben, verbunden mit den besten Wünschen für den weiteren Lebensweg.

Sonneberg/Neuhaus-Schierschnitz/Schalkau/Steinach - Über die beachtliche Zahl von zehn Realschulabschlüssen mit einem Einser-Durchschnitt freute sich Bürgerschul-Chefin Astrid Morgenroth am Donnerstag zur feierlichen Zeugnisübergabe auf dem Schlossberg in Sonneberg. Unter den 29 Jugendlichen legten Anna Krakiewicz (1,1), Christopher Scheler (1,2) und Isra Al Joudeh (1,2) die besten Ergebnisse vor. 22 Schüler nahmen an der Prüfung zum Quali teil, 17 mit Erfolg, hierbei hatten Balqees Naser (2,0), Pauline Zimny (2,1) und Sarah Marie Bischoff (2,2) die Nase vorn.

Morgenroth würdigte beim Beisammensein auf dem Schlossberg den Weg einer Jugendlichen, die es als eine von 180 deutschlandweit unter mehr als 1000 Bewerbern geschafft hat, ihren nächsten Lebensabschnitt mit einem Start-Stipendium zu verknüpfen. Nicht nur den jungen Erwachsenen sagte Morgenroth ade, auch einer verdienten Pädagogin: Bärbel Heß erhielt, nach 40 Jahren Lehrertätigkeit, am Abend ihr Abgangszeugnis mit dem Gesamtprädikat „Sehr gut“.

Auf dem Idaplatz in Schalkau erhielten am Donnerstagabend 47 Schüler der Gemeinschaftsschule „Johann Wolfgang von Goethe“ ihre Zeugnisse. Elf haben den Hauptschul- oder qualifizierenden Hauptschulabschluss erreicht, davon wechseln nun vier in die zehnte Klasse und streben dort den Realschulabschluss an. Mit einem Realschulabschluss wiederum können heuer 36 nach Hause gehen, fünf von ihnen streben nun das Abitur an. Die drei vorderen Plätze belegen heuer in der Schalkauer Schule Louis Rosenberger, Lara Barnikol-Öttler und Cynthia Kapfenberger.

Endlich geschafft haben es auch die Mädchen und Jungen der Gemeinschaftsschule „Joseph Meyer“ in Neuhaus-Schierschnitz. Sie nahmen in zwei Durchgängen stolz ihre Zeugnisse im Kultursaal in Empfang. Schulleiterin Yvonne Eschrich verglich die 40 Absolventen in ihrer Festrede mit blühenden jungen Bäumen.

Dabei sah sie den Baum, Sinnbild der Hoffnung auf ein gutes Gedeihen und eine glückliche Zukunft. Genau wie er brauchen auch die jungen Leute Wurzeln, die die jungen Leute in der Familie, im Freundeskreis und in der Schule gefunden haben. „Euer Stamm ist eure Ausbildung, die an unserer Gemeinschaftsschule mit dem Qualifizierenden Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss zwar ihren Abschluss findet, aber keineswegs abgeschlossen ist, sondern ein Leben lang weiter wachsen wird“, gibt Yvonne Eschrich allen mit auf den Weg. Als Beste im Realschulabschluss ehrte sie Karina Zanabajev (1,47), Pascal Jahn (1,6) und Lena Wittmann (1,68). Den besten Quali erreichten Jamie Oliver Franz (2,63) und Laura Hofmann (2,52).

Schon eine Weile haben die Abiturienten der Staatlichen Berufsbildenden Schule Sonneberg ihre „Giftzettel“ in der Hand. „44 Absolventen in drei Stammkursen des Beruflichen Gymnasiums haben es trotz widriger Umstände geschafft, ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich zu absolvieren“, freut sich nicht nur Schulleiter Steffen Werner bei der feierlichen Zeugnisübergabe. Anders als in den Vorjahren startete diese nicht innerhalb der Abi-Bälle, sondern als Extraveranstaltung an der Bildungseinrichtung.

Im August 2018, so erinnerte er, haben 73 Schülerinnen und Schüler mit der Abiturausbildung begonnen. Am Ende erkämpften sich schließlich 44 Mädchen und Jungen die Zulassung zur Abiturprüfung. „Das ist zwar ein Verlust von fast 40 Prozent, aber die Abiturdurchschnittsnote ist 2,3“, schätzt er ein.

Als Jahrgangsbesten lobt er besonders Moritz Böhlein, der mit einem Abiturschnitt von 1,2 das Qualitätssiegel „Sehr gut“ erreichte. Dicht gefolgt wird er von Marilena Koch, die einen Schnitt von 1,3 erzielte, Greta Sieber, die 1,4 erreichte und Moritz Heinze, der mit 1,5 abschloss. „Verfolgt eure Ziele beharrlich, geht auf geraden Wegen, macht Fehler um daraus zu lernen, denn ihr werdet Probleme lösen müssen“, mahnt Steffen Werner und zählt als Beispiele den Klimawandel und die Zerstörung der natürlichen Ressourcen, den Plastikmüll in den Weltmeeren oder Mikroplastik im Wasser, in Tieren, in Nahrung und kosmetischen Produkten als Themen auf.

Die Absolventen der Gemeinschaftsschule „Nordschule“ in Steinach trafen sich zur feierlichen Zeugnisübergabe am Donnerstag in der Turnhalle am Fellbergstadion. 19 Schülerinnen und Schüler konnten dort ihre Zeugnisse über den Realschulabschluss entgegennehmen. Für drei weitere gab es den Hauptschulabschluss, sieben hatten sich erfolgreich den Prüfungen zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss gestellt.

Jahrgangsbester wurde Niclas Jacob mit einem Durchschnitt von 1,18, der bei seiner Dankesrede im Namen der Schüler noch einmal wichtige Stationen auf dem Weg zum Schulabschluss Revue passieren ließ. Zu den Besten gehörten zudem Antonia Schneider mit 1,22 und Tyra Baker mit 1,50. Für den „Neuen“, Schulleiter Johannes Kremer, war es eine gelungene Premiere, bei der er nochmals ein großes Dankeschön an seine Vorgängerin Petra Heppner aussprach.

Sie hatte, obwohl schon zum Halbjahr verabschiedet, ihren Zehntklässlern als Mathematiklehrerin bis zum Schluss die Treue gehalten, sie sicher und erfolgreich bis zur Prüfung und durch diese geführt. Auch ihrem Nachfolger stand sie bis zum Schuljahresende noch hilfreich zur Seite. Eben eine Lehrerin mit Herz und Seele.

ts/dh/nic/anb

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