Zella-Mehlis - Das hätte Jörg Wiese, Leiter der Autobahnmeisterei, nicht gedacht. Schon am Samstagvormittag waren so viele Besucher auf dem Gelände an der Anschlussstelle Zella-Mehlis/Nord unterwegs, wie er für den ganzen Tag der offenen Tür erwartet hatte. Bereits zur Eröffnung der Veranstaltung aus Anlass des zehnjährigen Bestehens waren die Parkplätze unmittelbar vor der Autobahnmeisterei belegt. Eine Ausweichstellfläche im Umfeld hatte die Mannschaft gut vorbereitet, so dass lange Warteschlangen ausblieben und der Verkehr sich nicht auf die Anschlussstelle zurückstaute.

Obwohl das Thermometer schon am Vormittag fast dreißig Grad Celsius zeigte, standen die Besucher Schlange zu den stündlichen Führungen in der Zentralen Betriebsleitstelle (ZBL). Dort hatten die jeweils bis zu 30 Neugierigen Gelegenheit zu sehen, was sonst nur den Mitarbeitern möglich ist: Über große Monitore blickten sie mitten hinein in die derzeit zehn Autobahntunnel. Von besonderem Interesse waren neben der umfangreichen Tunneltechnik auch die Blitzer (auf die Mitarbeiter der ZBL im Übrigen keinen Einfluss haben). Auf die Frage eines Besuchers, wie schnell man denn wirklich durch die Tunnel fahren dürfe, ohne geblitzt zu werden, erhielt er zwar keine konkrete Antwort. Dass man aber offenbar schneller unterwegs sein kann als die erlaubten 80 Kilometer pro Stunde, hat der regelmäßige Tunnelfahrer häufig erlebt. "Ich stelle meinen Tempomaten auf 80 ein und werde oft so schnell überholt, dass ich glaube ich stehe", äußerte er seine Verwunderung darüber, dass jene Fahrer scheinbar ungestraft davonkommen.