Zella-Mehlis - "Rotkäppchen" in Jubelpose, Schuhe und Skier vom Olympiasieg 2002 in Salt Lake, die große Kristallkugel für den Gesamtweltcupsieg in der Saison 2005/2006, aber auch eine Urkunde "für hervorragende Leistungen bei Sportwettkämpfen" aus dem Jahr 1984 - diese und andere Exponate bilden seit Samstag eine Sonderausstellung im Stadtmuseum in der "Beschußanstalt". Kati Wilhelm, die mit Staffel-Bronze 2010 bei den Olympischen Spielen in Vancouver ihre Sportkarriere krönte, hat die Schau nicht nur selbst eröffnet, sondern auch zusammengestellt. "Ich war überrascht, was sich in den 20 Jahren Leistungssport so alles angesammelt hat. Die ganzen Sachen zu sichten war wie eine Reise in die Vergangenheit", sagte sie vor rund 70 Gästen.

Besonders aufgeregt waren natürlich die jüngsten Ausstellungsgäste, Nachwuchssportler des SC Motor. Direkt nach einem Wettkampf waren der achtjährige Tom-Emilio und seine Freunde zum Museum geeilt, um ihr Idol zu treffen. "Besonders die Kleinen möchte ich animieren und motivieren, dem Sport nachzugehen, damit sie auch mal solche Erfolge feiern können wie ich. Das macht nämlich riesig Spaß", verriet die junge Mutter, die letztmals in der Wintersaison 2010/11 als Biathletin um Erfolge kämpfte, lachend. Zu allen Gelegenheiten - von den Sportlerempfängen im Rathaus Zella-Mehlis oder in ihrer Geburtsstadt stadt Steinbach-Hallenberg, während zahlreicher Besuche unter anderem im SC-Motor-Patenkindergarten "Kindernest Rodebach" und bis heute zum Beispiel bei der Einweihung eines Fitness-Parcours am Knüllfeld gibt Kati Wilhelm ihre Erfahrungen und so manch kleinen Tipp gern an den sportlichen Nachwuchs weiter.