Der österreichische Investor Manfred Lengauer sagte dem Sender, die DKB sei ausgestiegen und habe das mit „einem zu hohen Innovationsgrad" begründet. Die Bank selbst wollte sich mit dem Verweis auf das Bankgeheimnis nicht äußern. Lengauer zeigte sich aber optimistisch, in zwei bis drei Monaten neue Kapitalgeber zu finden.
Nach den Plänen der Landesentwicklungsgesellschaft sollte das 200-Zimmer-Hotel ursprünglich Ende 2016 eröffnet werden. Lengauer rechnet jetzt mit Ende 2018. Sein Ziel sei, den Bau überwiegend aus Krediten und Fördermitteln zu finanzieren. Nach MDR-Informationen ist ein Fördermittelanteil von 35 Prozent angestrebt. Investor Lengauer selbst will etwa zehn Prozent der Summe beisteuern. Rund eine halbe Million Euro habe er bereits in die Planung gesteckt, sagte Lengauer.
Das Wirtschaftsministerium bestätigte dem MDR, dass Lengauers Projektunternehmen DOiT Gmbh (Der Österreicher in Thüringen) einen vorläufigen Förderbescheid erhalten hat. Es fehle noch eine Durchfinanzierungsbestätigung. Außerdem ist das vorgesehene Grundstück am Erlebnisbad H2Oberhof nach Auskunft der Landesentwicklungsgesellschaft noch nicht im Besitz des Investors. Die LEG halte den Baugrund aber weiter für Lengauer vor, man sei in "konstruktiven Gesprächen", hieß es.
Der österreichische Investor Manfred Lengauer konzentriert sich nach eigenen Angaben ganz auf Oberhof und hat „alle Zelte in Österreich abgebrochen". Seit Ende der 1990-er Jahre hatte der Unternehmer im österreichischen Abtenau das Jugendhotel „Youtels" betrieben. Im Herbst 2015 hat er das Haus jedoch geschlossen und als Flüchtlingsunterkunft an das Land vermietet. Die Erfahrungen aus dem Jugendangebot will Lengauer nun für Oberhof „auf ein ganz anderes Qualitätsniveau" übertragen. Touristische Angebote sollen gebündelt und Synergien genutzt werden. cob/mdr