Erfurt (dpa/th) - Die seit kurzem möglichen Einmalzahlungen für Opfer von Zwangsumsiedlungen aus dem früheren DDR-Grenzgebiet zu Westdeutschland kommen nach Ansicht ihres Interessenverbandes für viele Betroffene zu spät. "Die meisten unmittelbar Betroffenen, die damals als Erwachsene ihre Heimat verloren haben, leben nicht mehr", sagte die Präsidentin des Bundes der Zwangsausgesiedelten (BdZ), Marie-Luise Tröbs, der Deutschen Presse-Agentur. Die Entschädigungsmöglichkeit könnten inzwischen hauptsächlich Menschen nutzen, die damals als Kinder mit ihren Eltern zusammen aus ihrem Wohnort deportiert worden seien.