Es war Punkt 14 Uhr, als sich der Lastenaufzug am Donnerstag an der Außenseite der Kirche in Bewegung setzte. Langsam, fast quälend langsam, brachte er seinen kostbaren Schatz vom Kirchturm nach unten. Im Kirchgarten wurde es still. Kinder reckten die Hälse, Generationen schauten gemeinsam gebannt nach oben. Alle Blicke folgten der goldenen Kugel, die jahrzehntelang hoch über dem Dorf Wind und Wetter getrotzt hatte.