Ganz nach dem Titel des Musical-Kinofilms "Ich war noch niemals in New York", der im Anschluss gezeigt wurde, konnte Ines Procter sagen: "Ich war noch niemals in Zeil am Main und konnte mir bisher nicht vorstellen, dass ich mal in einem Garten mit Campingstühlen spielen werde". Die Putzfraa schimpfte spaßig über ihren Ehemann ("von dem hab ich meinen komischen Nachnamen") und bewunderte ein Ehepaar im Publikum, das bereits seit 45 Jahren verheiratet ist. So lange würde sie es wohl nicht mit ihrem Ehegatten aushalten: "Ich hab gedacht, jetzt beim Brexit hab ich ihn los und er wird abgeholt, aber nix wars". Aber auch die Fachwerkstadt bekam ihr Fett weg, wenn man es zugleich sogar als Belobigung verstehen konnte. Bei ihrer Anreise führte nämlich das Navi Ines Procter mitten in die Baustelle in der Sander Straße, wo es bekanntlich kein Durchkommen gibt. Auf der Umleitungsstrecke über Ziegelanger dachte sich die Künstlerin: "Zeil muss schon scheiße groß sein, wenn man so lange außen rum fahren muss". Auch bereits bekannt durch seine Auftritte in Hofheim, Knetzgau und Zell a. E. in den vergangenen drei Jahren ist Kosmas Fischer, alias "Kosi". Der aus Sondheim vor der Rhön stammende Unterhaltungskünstler ist bekannt für seinen sehr spontanen Humor: "Ich weiss manchmal selbst nicht, was ich in den nächsten zwei Minuten erzähle". So brachte er auch in Zeil das Publikum in Stimmung und zu wahren Lachanfällen. Vermisst hat Kosi in Zeil das "Muschibubu-Licht", das er normal bei seinen Auftritten braucht: "Das ist gedimmtes Licht für den willigen Mann, damit die Frau weiss, dass es jetzt los geht". Gleichwohl schaffte es der Rhöner zum Beispiel die Zuschauer mit einem Mitmachlied in ein "Chris de Burgh-Feeling" zu versetzen. Der ganze Caritasgarten sang seinen Part "aaahhh... aaahhh" mit.