Work-Camp Die ganze Welt zu Gast in Bedheim

Internationale Begegnung auf Schloss Bedheim: Junge Erwachsene aus Mexiko, Italien, Dänemark, Südkorea und Japan sammeln gemeinsam Äpfel. Was bringt sie hierher?

Einige der Work-Camp-Teilnehmer auf der Streuobstwiese des Schlosses Bedheim. Foto: privat

George aus Tokio liegt unter einem Baum, während Diego, Sofia, Flaminia, Gustav und Iwon die Äste schütteln. Die Teilnehmer des internationalen Work-Camps des Fördervereins Schloss Bedheim, das in der ersten Oktoberhälfte stattfand, ernten die Früchte, die später in Adelhausen zu Apfelsaft verarbeitet werden.

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Vielfalt und Zusammenarbeit

Die Gruppe, zu der auch Tatevik aus Armenien, Anastasia aus der Ukraine, Wing Tin aus Hongkong und Alma aus Mexiko gehören, arbeitet harmonisch zusammen. Englisch dient ihnen als Hauptsprache, die Smartphones unterstützen die jungen Leute wie selbstverständlich. Die zehn Teilnehmer, sieben Frauen und drei Männer im Alter von Anfang bis Mitte 20, engagieren sich auch in anderen Projekten, informiert Astrid Rühle vom Förderverein Schloss Bedheim: Sie reinigen Fenster im Konzertsaal des Schlosses und erledigen Gartenarbeiten. Die Arbeitszeit endet mittags.

Neben der Arbeit entdecken die jungen Leute die Region. Sie besuchen Erfurt, Coburg und Weimar, wo auch ein Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Programm steht. Dieser hinterlässt einen tiefen Eindruck. Doch zu Alltag gehört beispielsweise auch ein fröhlicher Sportvormittag mit Kindern im Grundschulhort.

Am letzten Abend versammelt sich die Gruppe am Kirmesfeuer auf dem Bedheimer Sportplatz. Einige genießen Thüringer Bratwurst und Bier, wobei die Schwierigkeiten bei der Aussprache von „Thüringer Bratwurst“ für herzerfrischende Lacher sorgen. Es hat den jungen Leuten in Südthüringen gut gefallen, berichtet Astrid Rühle, nur sei es leider etwas zu kalt gewesen.