Die Ampel-Regierung hatte diese Förderung 2022 beendet mit dem Argument, dieser Energiestandard habe sich längst auf dem Markt durchgesetzt. Daher sollte fortan der strengere und teurere Energieeffizienzhaus-40-Standard gefördert werden. In der Folge legten viele Investoren ihre Planungen für EH55-Häuser auf Eis und bauten überhaupt nicht.
Seit dem 16. Dezember wird wieder gefördert, wenn die Wärme zugleich zu hundert Prozent mit erneuerbaren Energien erzeugt wird. Bis Ende des Jahres wurde laut Bauministerium der Bau von 13.988 Wohnungen mit einem Kreditvolumen von 1,3 Milliarden Euro unterstützt.
Was jetzt geplant ist
Auf den EH55-Häusern soll laut KfW auch weiterhin ein Fokus liegen. In den kommenden Monaten laufen laut Bauministerium erst einmal sechs bewährte Förderprogramme für unterschiedliche Zielgruppen weiter. Im Laufe des Jahres soll dann umgestellt werden.
Über die künftig zwei Säulen der staatlichen Wohnungsbau-Förderung ist allerdings noch wenig bekannt. "Jedes dieser Programme ermöglicht weiterhin individuelle und flexible Lösungen", versichert KfW-Chef Stefan Wintels.
Doch gibt es mehr oder weniger Geld? Wie wichtig ist künftig der Klimaschutz? Und welche anderen Bedingungen gibt es für zinsverbilligte Kredite? Fest steht bisher lediglich, dass es ein Programm für den Neubau geben soll und eins für den Bestand beziehungsweise die Modernisierung. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD festgeschrieben: "Dabei setzen wir Anreize für einfaches, klimafreundliches und kostenreduziertes Bauen."