Es war keine Trotzrede oder auch keine Kampfansage, die am Mittwoch US-Ortszeit aus dem Hörsaal der wirtschaftswissenschaftliche Fakultät in Winston-Salem ertönte. Wer auf der Pressekonferenz der Wake Forest University darauf gewartet hatte, dass Antonio Rüdiger seinen Platz in der deutschen Innenverteidigung lautstark zurückfordert, wurde enttäuscht. Stattdessen tat der 33-Jährige genau das, was die Aufstellung von Julian Nagelsmann seit Wochen ohnehin schon erzählt: Er bestätigte die neue Rangordnung – und stellte sich selbst hintan. „Jeder hat seine Zeit, jetzt ist deren Zeit“, sagte er über seine Rolle – und über die „jungen Hüpfer“. Knapper lässt sich eine Übergabe kaum formulieren.
WM 2026 Die neue Hackordnung in der DFB-Defensive
Marcus Schädlich 18.06.2026 - 05:33 Uhr