Es gehört deshalb zu den besonders absurden Auswüchsen von Donald Trumps MAGA-Bewegung, dass sie eine geradezu feindselige Haltung gegenüber der Wissenschaft zeigt. Da geht es nicht nur um Gender- oder Klimaforschung. Der US-Präsident und seine Anhänger führen einen umfassenden Feldzug gegen die Freiheit der Wissenschaft – und zerstören damit genau das, was ihr Land stark gemacht hat. Sie setzen Universitäten und Wissenschaftler unter Druck, kürzen die Staatsgelder für Hochschulen und Forschungsinstitute, erschweren den internationalen Austausch und versuchen die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit an politischer Opportunität auszurichten. US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy, ein erklärter Impfgegner und Anhänger irrer Verschwörungstheorien, darf deshalb mit dem Wohlwollen seines Präsidenten rechnen, wenn er jetzt 500 Millionen Dollar staatlicher Unterstützung für die Entwicklung von mRNA-Impfstoffen streicht. Die mRNA-Technologie ist eine Technologie der Hoffnung: Sie ermöglichte nach Ausbruch der Corona-Epidemie die rasend schnelle Entwicklung von wirksamen Impfstoffen – und sie verspricht einen Durchbruch im Kampf gegen andere Viren und gegen Krebs, die große Geißel der Menschheit. Wer diese Forschung ohne Not kappt, versündigt sich an der Menschheit.