Wissen für Schüler Steuern stehen sonst nicht auf dem Lehrplan

Ronny Hebig vom Steuerbüro Juli erklärte, wo die wichtigen Dinge beim Thema Steuern liegen und wo die Fallstricke lauern. Auch Finanzen, Miete und Krankenversicherungen waren Themen. Foto: /Laura Weidemann

Wenn Abiturienten ins „echte Leben“ gehen, ist es gut, sich mit Steuern, Krankenversicherung und Co. auszukennen. Beim Zukunftstag am Rhön-Gymnasium Kaltensundheim wurden sie jetzt fit gemacht dafür.

Der Zukunftstag, 2019 initiiert von zwei Schüler-sprechern aus Kassel, machte auf seiner Tour durch ganz Deutschland jetzt Halt in Kaltensundheim. Alltags- und Praxiswissen für Schüler hatte er im Gepäck. Alexandra Zeth war als Vertreterin der Initiative für wirtschaftliche Jugendbildung vor Ort, die solche Tage organisiert – als Referenten aus der Region konnten Matthias Eberitzsch von der Kaufmännischen Krankenkasse für das Thema Krankenversicherung, Philipp Knott von der Sparda-Bank zu den Themen Wohnen und Finanzen und Ronny Hebig vom Steuerbüro Juli zum Thema Steuern gewonnen werden.

Wie kam der Zukunftstag ins Rollen? Als sich eine Kölner Schülerin 2015 in einem Tweet darüber beschwerte, sie könne eine Gedichtanalyse in vier Sprachen schreiben, habe aber keine Ahnung von Miete, Steuern und Versicherungen, hatte dies eine Debatte über die wirtschaftliche Bildung an deutschen Schulen ausgelöst. Auch die Freunde Juri Galkin und Lorenzo Wienecke konnten sich damit identifizieren. Entsprechend ihrem Motto „Machen statt meckern“ gründeten sie die Initiative für wirtschaftliche Jugendbildung e.V. und veranstalten seit 2019 deutschlandweit Projekttage an Schulen, die diese Lücke im Lehrplan füllen. Die Referenten sind Experten aus der Wirtschaft, die die Inhalte interessant und praxisnah in Workshops vermitteln. Damit sind die künftigen Studenten oder Auszubildenden dann gewappnet für das, was sie nach der Schule erwartet. Oft wissen die Jugendlichen zu wenig über diese Themen und wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit ihnen zu beschäftigen. „Von Schülern für Schüler“ lautet dabei das Motto. Unterstützung erhält das Projekt unter anderem von den Kultusministerien. Neben der Politik unterstützen seit 2020 zudem die Bundesschülerkonferenz und zahlreiche Landesschülervertretungen den Zukunftstag.

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