Drei Standbeine hat die Firma Kyocera AVX am Standort Föritztal/Neuhaus-Schierschnitz: Wasserstofftechnologie, Sondermaschinenbau und die Produktion von Komponenten für die Solar- und Automobilindustrie. Das dritte muss nun amputiert werden. 30 Arbeitsplätze sind betroffen. Entsprechende Informationen bestätigte am Freitag Geschäftsführer Nikolaus Kudlik. Er trat aber den Gerüchten entgegen, wonach die gesamte Firma schließe. „Die Zweige Wasserstofftechnologien und Sondermaschinenbau sind im Gegenteil auf Wachstum ausgerichtet“, sagte er. So konnte auch ein Drittel der betroffenen Arbeitnehmer dorthin wechseln. Die anderen, so berichtete die Personalleiterin Christin Bauer, scheiden mit der Firma einvernehmlich aus. Als Gründe für die Verlagerung der Komponentenproduktion nannte Geschäftsführer Kudlik zum einen das Ende des Solarbooms durch veränderte Rahmenbedingungen, die krisenbedingte Bauflaute sowie vorherige Überproduktion. Der Hauptkunde könne mangels Absatz keine neuen Teile mehr ordern. Zum anderen schlägt die Krise der Automobilindustrie auch bei Kyocera durch. Das Unternehmen fällte deshalb die Entscheidung die Neuhäuser Produktion an einen anderen Standort zu verlagern. Kyocera mit Hauptsitz in Japan ist ein weltweit tätiger, vielseitiger Mischkonzern. Unter den Konsumenten sind besonders die Drucker und digitalen Kopiersysteme bekannt. Kyocera übernahm 2018 bzw. 2021 in Neuhaus-Schierschnitz das Maschinenbau- und Kunststoffunternehmen Kumatec und machte in jüngster Zeit mit seiner Firma für Wasserstofftechnologien von sich reden. Auch Kumatec hatte sich unter seinem Geschäftsführer Joachim Löffler schon mit Wasserstoff beschäftigt.