Wipfelrauschen Festival der Weltmusik und des Folk

Cathrin Nicolai
Musik aus Polen bringt die Band „Dikanda“ zum diesjährigen „Wipfelrauschen“ nach Neuhaus-Schierschnitz mit. Foto: Agentur/Agentur

Ende August startet das nunmehr sechste „Wipfelrauschen“ in Neuhaus-Schierschnitz. Zu erleben ist bei diesem Konzert Musik aus Neuseeland, Polen und Judenbach.

Sommerzeit ist Festivalzeit und ein ganz Besonderes darf da in der Region auf keinen Fall – das „Wipfelrauschen“. Künstler aus Ost- und Westeuropa stehen einen Abend lang auf der Bühne, um gemeinsam zu musizieren und Geschichten aus ihrer Heimat zu erzählen. „Der interkulturelle und grenzüberschreitende Charakter der Veranstaltung unter Einbeziehung regionaler Kultur und Kulinarik machen die Veranstaltung einzigartig“, ist nicht nur Veranstalter Jan Greiner von idee & konzept Erfurt überzeugt. Gäste, die dieses Festival schon einmal miterlebt haben, geben ihm recht. „Das ist mal ganz etwas Anderes“, schwärmen sie. Nicht nur sie dürfen sich jetzt auf die inzwischen sechste Auflage freuen, die am Freitag, 26. August, ab 19 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr) im Kultursaal in Neuhaus-Schierschnitz steigt.

Den Austragungsort haben sie Organisatoren ganz bewusst gewählt, bietet doch der Saal und die dazugehörige Freifläche viel Raum für Entspannung und jede Menge gute Musik. „Das einzigartige Feeling und die entspannte Atmosphäre des Kulturfestes haben sich ja inzwischen über die Grenzen Thüringens hinaus herumgesprochen“, weiß Jan Greiner aus vielen Gesprächen und freut sich, dass man auch in diesem Jahr die Möglichkeit einräumen kann, die Künstler hautnah zu treffen und kennen zu lernen.

Kennen dürften die Meisten die Chöre aus Judenbach, die den abwechslungsreichen Abend eröffnen. Sie wollen bekannte Volkslieder in spannenden Varianten und auf beeindruckende Art und Weise präsentieren. Garantiert haben sich die Ensembles aber auch in diesem Jahr etwas Besonderes zu ihrem Heimspiel einfallen lassen.

Den Klängen aus Judenbach folgen Songs aus Neuseeland, die Teresa Bergman mitbringt. Bekannt wurde die Gitarristin und Genrewandlerin durch Ausnahmestimme, mit der sie sich in diesem Jahr mit ihrem dritten Studioalbum zurückmeldete. Der Titel „33, Single & Broke“ - ist nicht nur ein Statement, sondern auch ein Selbstbekenntnis und ein Augenzwinkern zugleich ist. „Also im Prinzip alles, wofür die gebürtige Neuseeländerin und Wahlberlinerin mit ihrer Musik steht“, beschreibt Jan Greiner die Musikerin. Herausgekommen ist ein spannungsreiches Album, das man als jazziges Folkpop-Inferno feiern kann, das einem als poetischer Diskurs-Pop etwas abverlangt und das Bergman-typisch mit gegenwärtigem Chanson glänzt. Man darf sich auf Lieder freuen, die mal zum Tanzen animieren und mal die Gedanken schwelgen lassen. Dabei wird die Sängerin ihre Stimme vollkommen herausfordern. Genau das machen ihre Live-Auftritte zu einem, wie Kritiker schon oft bestätigten, zu einem wahrhaftigen Erlebnis.

Zum Abschluss des diesjährigen Festivals erwarten die Veranstalter eine der weltweit bekanntesten Bands der Balkan- und Klezmerszene. „Sie stand schon lange auf unsrem Wunschzettel und wir freuen uns, dass es diesmal geklappt hat und Dikanda dabei ist“, sagt Jan Greiner. Die international angesehene Weltmusikband aus Stettin, für die ein authentischer Stil im Vordergrund steht, ist ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. Fast alle ihre Lieder sind eigene Kompositionen. Dikanda wurde 1997 gegründet, hat bis jetzt sieben Platten auf den Markt gebracht und war auf hunderten von Konzerten zu erleben. Die Band nimmt ihr Publikum mit auf eine emotionale Reise durch ethnische Sound und schafft mit ihren Liedern ein lebhaftes Treffen voller Energie, Charisma und echten Gefühlen. Charakteristisch für Dikanda ist die Bildung neuer Worte in ihren Liedtexten, so ist eine originelle Sprache der Band entstanden - ‚Dikandisch’. Das Wichtigste für die Band ist der musikalische Ausdruck, der eine Beziehung zwischen ihnen und dem Publikum schafft.

Neben der Musik wird das Festival auch kulinarisch wieder Besonderes bieten, ist von Wildgrillspezialitäten über vegan und von süß bis deftig alles dabei.

Bewährt und deshalb ebenfalls auch wieder im Angebot ist der kostenlosen Buszubringer. Er wird um 18 Uhr am Busbahnhof Sonneberg abfahren und auch am Lindenhof halten. Die Rückfahrt erfolgt gegen 23 Uhr nach Ende der Veranstaltung.

Karten zu gewinnen

Für die Leser von Freies Wort stellt Jan Greiner 2x2 Freikarten zur Verfügung. Wer eine gewinnen möchte, sollte nur wissen, das wievielte Wipfelrauschen in diesem Jahr startet. Die Antworten gehen mit dem Stichwort „Wipfel“ an die Lokalredaktion Freies Wort, Bahnhofstraße 60 in 96515 Sonneberg oder per Mail an gewinn-son@freies-wort.de. Einsendeschluss ist der 19. August.

Alle Infos zu „Wipfelrauschen“ findet man im Internet unter www.wipfelrauschen.de und bei facebook.

 

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