Seit dem Morgen bis in den Abend hin war zudem die A9 zwischen Hof-West und Münchberg-Nord immer wieder komplett gesperrt, weil ein quer liegender Lastwagen geborgen werden musste.
Auch im Großraum München registrierte die Polizei mehrere Unfälle. In der Oberpfalz wurden nach Polizeiangaben mindestens zwei Menschen schwer verletzt. Sieben Fahrzeuge blieben aufgrund der Witterung liegen.
Nahverkehr eingeschränkt
Die Deutsche Bahn meldete für den Raum Nürnberg witterungsbedingte Verspätungen und Ausfälle im S-Bahn-Verkehr. Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) stellte am Morgen den öffentlichen Nahverkehr in der Mainstadt ein - den ganzen Tag über blieben Busse und Straßenbahnen stehen. Man bemühe sich, am Dienstag wieder einen regulären Betrieb sicherzustellen, teilte die WVV mit.
In Erlangen fuhren zunächst keine Stadtbusse, auch in Nürnberg, Coburg, Forchheim und Bamberg kam der öffentliche Nahverkehr zeitweise oder auf mehreren Linien zum Erliegen. Im Busverkehr in Ulm und Neu-Ulm gab es ebenfalls Einschränkungen.
Kein Präsenzunterricht an vielen Schulen
Statt in die Schule ging es für viele Schülerinnen und Schüler am Morgen hinaus in den Schnee zum Toben und Schlittenfahren. Nach den starken Schneefällen fiel vor allem in Franken der Präsenzunterricht aus. Die Behörden begründeten die Entscheidung mit nicht sicheren Schulwegen.
Für Dienstag ist in manchen Schulen erneut der Präsenzunterricht abgesagt. Laut einer Liste des Kultusministeriums soll es in den Landkreisen Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, Bamberg, Erlangen-Höchstadt, Forchheim und Fürth keinen Unterricht an den Schulen geben.
Gleiches gilt für die Städte Erlangen, Bamberg, Forchheim, Nürnberg und Fürth. Nach Rücksprache mit Busunternehmen und Straßenmeisterei führten die Schneemassen weiter zu massiven Verkehrseinschränkungen, hieß es in manchen Mitteilungen.
Eine sichere Busbeförderung sei nicht zu gewährleisten. Der Landkreis Forchheim teilte mit, die Sicherheit auf den Schulwegen könne nicht garantiert werden.
In vielen Fällen wurden Notbetreuungen eingerichtet. Kein Präsenzunterricht bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass der Unterricht ausfällt. Die Schulleitungen entscheiden eigenständig, ob der Unterricht etwa per Videokonferenz erfolgt oder Arbeitsblätter zu bearbeiten sind. Im oberfränkischen Forchheim etwa durften sich die Kinder des Herder-Gymnasiums freuen - hier gab es auch keinen Distanzunterricht.
Tiergarten Nürnberg und Zoo Augsburg zu
Wetterbedingt öffneten der Tiergarten Nürnberg und der Zoo in Augsburg nicht. "Die Sicherheit der Gäste kann unter diesen Bedingungen nicht gewährleistet werden", teilte der Tiergarten Nürnberg mit. "Bereits gekaufte Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit."
Für gebuchte Programme könnten Privatpersonen einen Ersatztermin vereinbaren. Am Nachmittag teilte die Stadt mit, dass der Tierpark wegen Schneebruch-Gefahr auch am Dienstag geschlossen bleiben werde.
Keine Müllabfuhr
Das Winterwetter sorgte auch für Probleme im öffentlichen Dienst. In den Landkreisen Kitzingen, Forchheim, Erlangen-Höchstadt, Lichtenfels und Miltenberg sowie in Nürnberg, Bamberg und Würzburg fiel die Müllabfuhr teils aus, wie die Behörden mitteilten. "Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihre Abfalltonnen weiterhin zur Abholung bereitzustellen", hieß es aus Forchheim.
Wetteraussichten
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) setzt sich ein Tief über der Nordosthälfte Deutschlands fest und lenkt dabei weiterhin feuchtkalte Luft nach Bayern. Nördlich der Donau ist weiter Schnee möglich, im Süden mitunter Regen oder Sprühregen. Glatteisgefahr bestehe weiterhin. In den Hochlagen des Bayerwaldes könnte es stürmische Böen mit Schneeverwehungen geben.