Wintersport Endlich: Betrieb in der Winterwelt

Gut zwei Jahre hat er weitgehend stillgestanden, seit Mittwoch befördert er wieder Skifahrer und Snowboarder hinauf auf den Großen Eisenberg: Der Skilift der Winterwelt in Schmiedefeld hat geöffnet.

Schmiedefeld - Was lange währt, wird endlich gut: Der Skilift der Winterwelt Schmiedefeld läuft! Zwei Jahre lang war die Inbetriebnahme nicht möglich. Im Winter 2019/20, als die Winterwelt noch von einer gemeindeeigenen GmbH betrieben wurde, gab es wegen fehlenden Schnees und eines zu warmen Winters nur eine Handvoll Betriebstage. Im Winter 2020/21, als das Sportamt der Stadt die Anlage mit dem neuen, 2017/18 in Betrieb genommenen knapp einen Kilometer langen Lift übernommen hatte und reichlich Schnee vorhanden war, konnte wegen der Corona-Beschränkungen nicht geöffnet werden.

Hinauf auf den Eisenberg

Nun also ist es vollbracht. Mittwochmittag beförderte der längste Doppelschlepplift Thüringens in sechsminütiger Fahrt die ersten Wintersportler seit langem wieder 140 Höhenmeter hinauf auf den Eisenberg, von wo aus sie sich auf die 35 Meter breite, mit Kunst- und reichlich Naturschnee belegte Abfahrtspiste stürzten. Gerne hätte man wie Steinach oder Oberhof auch schon früher geöffnet, sagt Fabian Wolf. „Wir hatten die Piste mit Kunstschnee schon gut belegt und wollten eigentlich im Dezember loslegen“, sagt der leitende Sachbearbeiter Sport in der Stadtverwaltung Suhl. Die vier stationären und drei mobilen Schneekanonen der aus dem 10 000 Kubikmeter Wasser fassenden Beschneiungsteich gespeisten neuen Beschneiungsanlage hatten gute Arbeit geleistet. Doch das einsetzende Tauwetter machte einen Strich durch die Rechnung. Denn die Piste in Schmiedefeld braucht wegen der Unebenheiten im Hang eine dickere Schneeauflage als andere Abfahrtshänge in der Region. Etwa ein Drittel des Kunstschnees überlebte den Wärmeeinbruch nicht. Mit dem am Wochenende üppig gefallenen Naturschnee war nun endlich eine Grundlage gegeben, um den Hang präparieren und sicher befahrbar machen zu können. Unermüdlich drehte der Kässbohrer Pistenbully am Montag und Dienstag seine Runden, bis am Mittwoch alles angerichtet war für das Wintersportvergnügen.

Das ist an den kommenden Tagen nicht nur bis Einbruch der Dunkelheit, sondern am Freitag und Samstag mit entsprechender Flutlichtbeleuchtung sogar bis die Abendstunden hinein möglich. Ebenso wie der Rodelspaß in der rund 1000 Quadratmeter großen Kinderwelt, zu der auch ein Anfängergelände gehört, auf dem die Suhler Schneesportschule von Skilehrer Bruno Cebulla eine Skischule anbietet und auch die entsprechende Ausrüstung verleiht. Auch Schlitten können dort ausgeliehen werden. Besonders beliebt bei den Kindern ist das Förderband, der sogenannte Zauberteppich, mit dem es rund 100 Meter ganz bequem den Hang hinauf zur nächsten Rodelpartie geht.

Auch Freunde des nordischen Skisports kommen in der Winterwelt auf ihre Kosten. Für sie gibt es ein erweitertes Loipennetz am Großen Eisenberg, am Sportplatz Schmiedefeld und rund um den Finsterberg.

Abgesichert wird der Betrieb der Winterwelt von festangestellten Saisonmitarbeitern der Stadt und einer Reihe von Pauschalkräften, die in den vergangenen Monaten rekrutiert werden konnten. „Wir können da auch auf Stammpersonal aus der alten Truppe zurückgreifen“, sagt Fabian Wolf.

Vergabe geplant

Gleichwohl will die Stadt den Betrieb der Winterwelt in professionelle Hände legen. Dazu wurde im vergangenen Jahr eine Ausschreibung gestartet, nach der ein Steinacher Unternehmer, der auch die Skiarena Silbersattel betreibt, den Zuschlag bekam.

Er wird allerdings erst in der kommenden Saison zum Zuge kommen und die Winterwelt frühestens im Herbst aus der kommunalen Suhler Trägerschaft übernehmen. Die Vertragshandlungen dazu sind angelaufen.

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