Winter Schnee lockt Winterfans an den Rennsteig

Die Wiesen um Brotterode laden zum Rodeln ein. Foto: Lauerwald

Die Höhenlagen in unserer Region lockten am erstenWochenende des neuen Jahres zahlreiche Besucher an.

Brotterode-Trusetal/Floh-Seligenthal - Worüber sich die Rennsteiganliegergemeinden sonst freuen, treibt in diesen Tagen so manchem Sorgenfalten auf die Stirn: nämlich, dass der Schnee dafür sorgt, dass Menschen ihr Haus verlassen, Schlitten, Ski und Vierbeiner einpacken und an den Hängen und auf den Waldwegen aufeinandertreffen.

Obwohl keine Übernachtungen erlaubt und die Gaststätten geschlossen sind, ließen viele Winterfans Kontaktbeschränkungen Kontaktbeschränkungen sein und gingen hinaus ins Freie. „Man sollte ja an die frische Luft, aber bitte nicht alle am gleichen Ort und da, wo sich schon andere drängen“, kommentiert der Floh-Seligenthaler Bürgermeister Ralf Holland-Nell das, was er am Samstag live erlebte. Bei einem Spaziergang konnte er beobachten, dass sich rund um die „Aushängeschilder“, also die Bereiche, die zu normalen Zeiten Urlauber und Ausflügler anlocken sollen und deshalb beworben werden, zu viele Menschen bewegten. Auf der Ebertswiese sei „ein Riesenansturm“ gewesen. „Was da an Autos stand, ist schon bedenklich. Die Leute scheinen es nicht begriffen zu haben“, meint Holland-Nell. Allerdings hätten die wenigsten SM-Kennzeichen gehabt, viele mit WAK und Bad Neustädter Nummernschild hatte der Bürgermeister gesehen. Abseits dieser Hotspots sei es dafür aber sehr ruhig gewesen. „Der Thüringer Wald ist ja groß genug. Deshalb sollte man nicht noch da entlanglaufen, wo schon dicht an dicht andere spazierengehen“, empfiehlt Holland-Nell.

Der Bürgermeister von Brotterode-Trusetal, Kay Goßmann, freute sich über den Schnee und das Wetter. Auch in Brotterode holten viele den Schlitten raus. Auf der Wegscheide Richtung Kleinschmalkalden tummelten sich zeitweise sehr viele Menschen. Ob nun Familien mit Kindern, Skiläufer oder Spaziergänger. „Es ist doch schön, wenn sich die Leute am Schnee erfreuen können.“ Er sei selbst mit der Familie jeden Tag unterwegs gewesen. Die Menschen, die er beobachtet habe, hätten sich alle korrekt verhalten. Es sei zwar voll gewesen, gerade auf der Wiese „Am Starterhäuschen“ in Brotterode, aber dann sei man eben weitergegangen und habe dort gerodelt. Er habe nicht beobachten können, dass sich Menschen „unverantwortlich dicht“ gedrängt hätten. Die Wiesen und der Wald seien groß genug, da könne man den Abstand von 1,50 Meter gut einhalten. Dass die Parkplätze voll waren, störte Goßmann auch nicht. „Die Autos können sich nicht gegenseitig anstecken“, scherzte er.

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