Es ist von einer konstanteren Einspeisung die Rede. Erneuerbare Energie soll so auch an Standorten mit geringem Windaufkommen besser erzeugt werden können etwa im Süden Deutschlands.
Der Höhenwindturm soll Strom für bis zu 7.500 Haushalte produzieren können. Die Pilotanlage wird dem Unternehmen zufolge mit einer Nennleistung von 3,8 Megawatt in Betrieb genommen. Künftige Anlagen sollen mehr als 7 Megawatt erreichen.
Meilenstein für die Zukunft der Windparks?
Das Projekt in Südbrandenburg bezeichnet der Windenergie-Verband zunächst vor allem als Machbarkeitsdemonstration: Der Gittermastturm sei kein Serienprodukt. "Entscheidend wird deshalb sein, welche Betriebsdaten die Anlage liefert und ob sie die in den Windgutachten prognostizierten Erträge tatsächlich erreicht", so der Verband.
Was plant das Unternehmen in Zukunft?
Gicon nennt Pläne, Anfang der 2030er Jahre mit der Serienfertigung zu beginnen. Doch bis dahin stehen noch einige Etappen bevor, bevor die Anlage Marktreife erlangt und zu einem Geschäftsmodell wird. Anfragen aus dem Ausland gebe es inzwischen, hieß es.
"Das, was wir gelernt haben, soll als Nächstes in einem kleinen Pilotwindpark, 3 bis 5 Anlagen, umgesetzt werden, wo wir dann den Schritt der Wirtschaftlichkeit, der Markteinführung gehen", sagte der Gründer und Leiter von Gicon, Großmann. In einem weiteren Schritt peilt er 100 Anlagen in Deutschland an.
Der Projektmanager bei der Bundesagentur für Sprunginnovationen, Julius Keil, sprach zudem von einem "Ausblick, weitere 1.000 bis 2.000 Anlagen nun in die Welt zu bringen". Allein in Deutschland sieht Gicon das Potenzial, bis zu 4.000 Höhenwindtürme in bestehenden Windparks als sogenannte "zweite Etage" nachzurüsten.