Kaminski machte deutlich, dass es keine einfache Entscheidung gebe. Man müsse die Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abwägen. Viele Fragen aus der Bevölkerung beträfen Themen wie Gesundheit, Lärm, Natur- und Landschaftsschutz oder wirtschaftliche Auswirkungen. Auch zu häufig angesprochenen Punkten wie Mikroplastik, Betonfundamenten oder möglichen gesundheitlichen Folgen wolle man weitere Informationen bereitstellen und sachlich diskutieren.
Auf die immer wieder gestellte Frage, wie er persönlich zur Windenergie stehe, wollte sich der Bürgermeister weiterhin nicht festnageln lassen. Er ringe selbst noch mit dem Thema, lese viel und versuche, sich umfassend zu informieren, um sich eine fundierte Meinung zu bilden. Klar sei für ihn jedoch: „Es darf am Ende nicht zu Lasten der Kommune gehen.“ Der Stadtchef wünscht sich, vielleicht auch mal positiv und größer auf die Pläne zu schauen, insbesondere hinsichtlich der gesamten Region.
Bürgerbeteiligung zur Windenergie: Stellungnahmen bis 20. Juli möglich
Hintergrund der aktuellen Diskussionen ist die Fortschreibung des Regionalplans Südwestthüringen. Aufgrund bundesweiter Vorgaben müssen zusätzliche Flächen für Windenergie ausgewiesen werden. Die Regionale Planungsgemeinschaft Südwestthüringen hat dazu mehrere mögliche Vorranggebiete untersucht und in den Entwurf aufgenommen. Die öffentliche Beteiligung läuft noch bis zum 20. Juli. In dieser Zeit können Bürgerinnen und Bürger die 263 Seiten umfassenden Unterlagen einsehen und ihre Stellungnahmen einreichen. https://regionalplanung.thueringen.de