98,3 Prozent der Fläche vor Windrädern geschützt
Windvorranggebiete in unserer Region zu benennen, sei ein Problem. Das gehe nämlich nicht in der Nähe von Siedlungen und auch nicht in Tallagen. Damit bleibe fast nur noch Waldfläche übrig. Döllendorf sei das „größte zusammenhängende Waldgebiet im Bereich der Planungsgemeinschaft Südwestthüringen“. Ja, das sei ein Eingriff. Aber mit dem Beschluss der Regionalen Planungsgemeinschaft schütze man 98,3 Prozent der Fläche im gesamten Bereich Südwestthüringen vor dem Bau von Windrädern, weil man sie damit ausschließe und lasse sie lediglich auf 1,7 Prozent zu. Und auch das zunächst nur theoretisch. Ohne den RPG-Beschluss wären dann 70 Prozent der Fläche im Außenbereich „offen für mögliche Bebauung mit Windrädern“. Bei der in der Region Schmalkalden auszuweisenden Vorrangfläche habe dann auch die Stadt mitzuentscheiden, da ein Drittel der Fläche Döllendorf kommunal sei und bei Helmers 100 Prozent, da sie dem Thüringenforst gehöre.
Kaminski lehnt Bürgerbefragung ab
Eine Bürgerbefragung zu diesem Thema hält Kaminski für nicht zielführend: „Dafür brauchen wir eine Kultur des Austauschs. Die Bürgerinitiative hat bisher nicht gezeigt, dass sie andere Meinungen zulässt.“ Er selbst werde sich „nicht gegen Windenergie stemmen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“.
2. Info-Veranstaltung zum Thema Windvorrangebiete und Windkraft, Wernshausen, Bürgerhaus Werra-Aue, Montag, 29. Juni, 18.30 Uhr.