Wind und Regen Handwerker trotzen dem Herbstwetter

Karl-Heinz Veit

Der Handwerkermarkt in Gehren drohte ob des schlechten Wetters wortwörtlich ins Wasser zu fallen. Organisatoren, Handwerker und Mitwirkende wollten sich aber nicht entmutigen lassen.

So ganz ins Wasser gefallen war der traditionelle Gehrener Handwerkermarkt im Terrain der Schlossruine am total verregneten Samstag nicht. Ziemlich kurzfristig hatte sich der Ortschaftsrat für das Gestalten dieses beliebten Marktes nach zweijähriger Corona Zwangspause entschieden. Von Seiten des Ortschaftsrates mit Ortsbürgermeister Andreas Utnehmer an der Spitze, wurden mit Gehrener Vereinen, dem Kindergarten „Sonnenschein“ und der Grundschule, nicht wenigen Handwerkern und Gewerbetreibenden, Versorgern und Kulturschaffenden Absprachen getroffen, um den Markt durch ihren Einsatz mit ihrem Dabeisein für alle zum Erlebnis werden zu lassen.

Auftritt war nicht zumutbar

Und nun am Samstagmorgen dieses Wetter mit Regen und Herbstwind. Zu stoppen war da nicht mehr alles, was an Vorbereitungsinitiativen schon uneinholbar am Laufen war. Den kleinen Kindergartenkindern konnte kein Auftritt zugemutet werden, der am Nachmittag geplant war. Die Grundschulkinder jedoch sangen im Chor und waren anschließend ein willkommenes Publikum des Puppenspielers, Liedsängers und veritablen Kleinkünstlers Udo Moritz aus dem Ilmenauer Schortetal. Er spielte sein zweiteiliges Stück „Ein frecher Spatz im Möhrenbeet“, das auch bei den erwachsenen Gästen im Festzelt Zuspruch fand.

Wetterfest zeigten sich die Musikanten der Oehrenstöcker Blaskapelle um Wolfram Lortsch. Doch auch sie vermochten es nicht, die Regenwolken, die den Festplatz kräftig einnässten, zu vertreiben.

Mit der Sonne im Herzen

Zu bewundern waren all die anwesenden Handwerker, Gewerbetreibenden, Versorger und Vereine, die wacker die Stellung hielten. „Man muss die Sonne im Herzen haben, dann scheint sie auch bei Regen ins Gemüt und macht jeden froh“, sagte eine Festbesucherin, die schon früh am Morgen durch die Pfützen über den Platz von Stand zu Stand lief.

„Wir müssen das Beste daraus machen. Am Wetter können wir nichts drehen, so sehr wir uns das auch wünschen“, meinte Ortschaftsrat Georg Möller. Ortsteilbürgermeister Andreas Utnehmer zeigte sich nicht nur vom Regen durchnässt, sondern auch vom Schweiß. Er war bis in den Abend hinein immer eilig unterwegs, um alle Akteure bei der Stange und das Fest einigermaßen am Laufen zu halten, was auch gelang.

Es gab zum Glück auch etliche Gehrener und Gäste, die sich solidarisch zeigten und den Handwerkermarkt besuchten, der nicht nur wegen des Wetters in Erinnerung bleiben wird.

 

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