Wildprechtroda - Dort, wo einst eine baufällige Scheune stand, hat der Bad Salzunger Ortsteil inzwischen ein Bürgerhaus. Die Container-Variante war finanziell zu stemmen und ließ sich dazu schnell umsetzen. Ein Blickfang sind die Container allerdings nicht, auch wenn der gesamte Vorplatz mit Blumenrabatten, gepflasterten Wegen und einer Sitzecke hübsch gestaltet wurde. "Der Ortschaftsrat hat sich gewünscht, das Objekt optisch aufzuwerten", erklärt Bad Salzungens Bürgermeister Klaus Bohl (Freie Wähler). Das wird jetzt in Angriff genommen. Sowohl der Ortschaftsrat Wildprechtroda als auch der Ausschuss für Stadtentwicklung sprachen sich für den von Max Kosta eingereichten Gestaltungsentwurf aus - einem Graffito mit vielen ländlichen Motiven.

Zunächst dachte der Graffiti-Künstler daran, Motive wie die Kirche, das Schloss oder die Moto-Cross-Strecke auf die Frontseite des Bürgerhauses zu bringen. "Dann habe ich mich aber für ein eigenständiges Bild entschieden", sagt er. Mit einem angedeuteten Fachwerk, Holzscheiten, Blumenkästen oder einem großen Wagenrad bringen er sowie Kevin Neumann und Denis Prost ein ländlich, dörfliches Motiv auf die Container-Front. Damit die Farbe gut hält, ist eine umfangreiche Vorbereitung nötig. Die Flächen müssen gut gesäubert und mehrfach grundiert werden. "Wir haben hier drei verschiedene Materialien, die alle unterschiedlich behandelt werden müssen", umreißt Max Kosta den Aufwand.

Ein Graffito auf eine so große Containerfläche aufzubringen, sei schon sehr anspruchsvoll. "Es soll ja auch halten, vor allem auf den Rollläden." Bei den Rollläden arbeiten die Graffiti-Künstler zusätzlich mit Folie, damit die Farbe bei der Nutzung der Rollläden nicht abplatzt. Die restliche Fassade wird lackiert und so die Farbe geschützt. Das Dach soll rot eingefärbt werden. Wie lange die Farbe auf dieser Fläche hält, kann Max Kosta aber nicht sagen.