Vom Duft der Gehlberger Bergwiesen im Juni kann Kerstin Burkhardt nicht genug bekommen. Dann streift sie besonders gern durch das Grün, das direkt hinter ihrem Haus anfängt. Der würzige Geruch, der in diesen Tagen in der Luft liegt, stammt vom Bärwurz. Er zeichne die Bergwiesen rund um Gehlberg aus, betont Kerstin Burkhard. Schon etliche Meter bergabwärts wachse er nicht mehr. Aber hier oben, auf dem mageren Boden auf gut 900 Metern Höhe, reckt der Doldenblütler seine weißen Köpfe tausendfach zwischen den Gräsern in die Höhe. „Das ist die schönste Zeit. Schon in vier Wochen sieht es hier ganz anders aus“, weiß die zertifizierte Landschafts- und Naturführerin.