2025 ist bislang ein trockenes Jahr, und trotzdem hängt eine kleine Sensation in der Waldesluft: Von Borkenkäferwolken ist zurzeit überraschenderweise wenig zu spüren. „Der Käfer fliegt, aber glücklicherweise noch recht verhalten. Wir haben die Lage im Griff“, sagt der Floh-Seligenthaler Förster Nico Lohfing. „Hier und da mal zwei, drei befallene Fichten, an der Ebertswiese eine kleine Ecke. Aber dort war gerade ein Harvester im Einsatz. Wir haben das schnell gelöst, alles aufgearbeitet.“ Bislang seien einige Dutzend Festmeter Käferholz zusammengekommen. Das ist sehr wenig im Vergleich zum Gesamtholzeinschlag von 6000 bis 7000 Festmetern im Jahr im Gemeindewald. Und das war zuletzt zumeist Käferholz. Lohfings Beobachtungen decken sich mit dem Bericht von Thüringen-Forst. Von April bis Ende Juni sind in den im Forstamt Schmalkalden aufgestellten Borkenkäferfallen 20 000 Insekten im Durchschnitt gezählt worden, etwa ein Drittel der Menge des Jahres 2024. Kurioserweise haben sich die Wochenfänge zum Monatsende sogar halbiert. Dabei haben die äußeren Umstände mit Dürre und geschlauchten Nadelhölzern 2025 eigentlich ein Schlaraffenland für Borkenkäfer geschaffen. Der Fichtenfeind, er gibt Rätsel auf.
Wie im Schlaraffenland Was ist mit dem Borkenkäfer los?
Thomas Heigl 08.07.2025 - 15:07 Uhr