Reisende sitzen Nacht im Schnellzug fest
Starke Schneefälle und orkanartige Stürme unterbrachen in Kroatien die Verkehrsverbindungen zwischen dem Binnenland und der dalmatinischen Küste. Dutzende Reisende saßen in der Nacht zum Mittwoch im Schnellzug von Zagreb nach Split fest, weil die Lokomotive im Bahnhof Knin im gebirgigen dalmatinischen Hinterland nicht mehr weiterfahren konnte. Zugleich sperrten die Behörden die Autobahn, die die Hauptstadt Zagreb und die Adriametropole Split verbindet.
Neuschnee, Schneeverwehungen und Glatteis
Laut den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes wird im Norden und Osten am Freitag mit teils stürmischem Ostwind weiter Kaltluft nach Deutschland herangeführt. Einsetzende, kräftige Niederschläge werden demnach durchweg als Schnee fallen. "Im Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein können verbreitet um die zehn oder regional bis zu zwanzig Zentimeter Neuschnee zusammenkommen", sagte Adrian Leyser Sturm vom DWD. Dabei kann der kräftige Wind die lockere Schneedecke verwehen und zu größeren Behinderungen auf Straßen und Wegen führen. Ähnliche Schneemengen seien in den Mittelgebirgen möglich.
Milder ist es dagegen im Süden und Westen. Dort bringt ein stürmischer Wind vorübergehend milde Atlantikluft, sodass die Niederschläge mitunter bis in höhere Lagen in Regen übergehen und zu Tauwetter führen. Der DWD warnt dort vor gefrierendem Regen und Glatteis. Die Höchsttemperaturen liegen am Freitag zwischen minus 6 Grad an der Oder und bis plus 8 Grad am Oberrhein.
Am Samstag verlagert sich das Sturmtief dann über Deutschland südostwärts. "Rückseitig wird die Kaltluft wieder nach Süden geführt, sodass auch im Süden und Westen der Regen wieder in Schnee übergeht", sagt Leyser Sturm. Zum Sonntag beruhigt sich das Wetter langsam wieder.