Warnung für Südthüringen Ab Mittag: Blitzeis und bis zu 20 Zentimeter Neuschnee

/ , aktualisiert am 17.01.2024 - 09:24 Uhr

Temperaturen um die null Grad Celsius sorgen am Mittwoch in Thüringen für Neuschnee und gefrierenden Regen. Mittags setzen teilweise starke Schneefälle ein.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet gegen Mittag das Ankommen der Front in Südthüringen. Hauptbetroffen der Thüringer Wald. Foto: DWD

Glatteisgefahr herrscht am Mittwoch in Thüringen. Mittags setzen teilweise starke Schneefälle ein, wie der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch mitteilte. Vor allem im Thüringer Wald und westlich davon fallen gebietsweise 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee in 24 Stunden. Im Südosten des Freistaates geht der Schnee gebietsweise in gefrierenden Regen über, wodurch es laut Wetterdienst sehr glatt werden kann. Die Höchsttemperaturen liegen bei minus zwei bis plus zwei Grad, im Bergland bei minus drei bis null Grad.

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In der Nacht schneit es weiter und anfangs fällt im Südosten noch gefrierender Regen. Es kühlt ab auf minus zwei bis minus fünf Grad. Am Donnerstag ziehen sich die Schneefälle in Richtung Südosten zurück und die Sonne scheint. Die Temperaturen liegen bei minus ein bis plus ein Grad, im Bergland bei minus vier bis minus ein Grad.

Die Nacht zum Freitag bleibt größtenteils trocken bei minus vier bis minus sieben Grad. Auch am Freitag bleibt das Wetter entsprechend, aber die Temperaturen steigen tagsüber leicht an: Minus zwei bis plus ein Grad werden erwartet, im Bergland minus sechs bis minus ein Grad.

Ab Mittwochnachmittag erwartet der DWD in folgenden Gebieten in Thüringen gefrierenden Regen mit Glatteisbildung:

  • im Werratal
  • in Teilen des Thüringer Waldes
  • Kreis Hildburghausen
  • Kreis Saalfeld-Rudolstadt
  • Kreis Sonneberg
  • Saale-Orla-Kreis
     

Die Warnung des Deutschen Wetterdienstes gilt von Mittwochmittag bis Donnerstagmorgen. In der Nacht schneit es weiter bei minus zwei bis minus fünf Grad. Auch am Donnerstag fällt zunächst Schnee, im Tagesverlauf wird es weniger. Die Höchstwerte liegen bei minus ein bis plus ein Grad, im Bergland bei minus vier bis minus ein Grad.

Die Wartburg bleibt geschlossen

Die Wartburg in Eisenach bleibt am Mittwoch für Besucher zu. "Die Burg muss heute witterungsbedingt geschlossen bleiben", hieß es auf der Homepage.

Lage in Bayern: Flüge annuliert, Glatteis und Schulausfälle

Der Winter in Bayern schlägt wieder zu: Gefrierender Regen und Glätte haben am Mittwoch zu zahlreichen Schulausfällen geführt. Am Flughafen München wurden 250 Flüge annulliert - und auf glatten Straßen kam es am Morgen vereinzelt zu Unfällen.

Mehr als ein Drittel der 650 geplanten Starts und Landungen am Münchner Flughafen wurden gestrichen, wie eine Sprecherin am Morgen sagte. Die restlichen Maschinen sollten nach vorläufigem Stand wie geplant starten oder landen. Ob es dabei bleibt, hing nach Angaben des Flughafens zunächst von der weiteren Entwicklung ab. Der Winterdienst sollte nach Angaben der Sprecherin dafür sorgen, dass eine Start- und Landebahn immer geöffnet ist.

Am frühen Morgen gab es der Sprecherin zufolge bereits fünf Starts und sieben Landungen. Die Lage an den Terminals beschrieb sie als ruhig. Viele Passagiere seien vermutlich rechtzeitig von den Fluglinien informiert worden und deshalb gar nicht erst zum Flughafen gekommen.

Im kompletten Regierungsbezirk Mittelfranken sowie zahlreichen weiteren Städten und Landkreisen fiel wegen des Winterwetters der Präsenzunterricht an den Schulen aus.

Wie das Wetter sich auch den Bahnverkehr auswirken könnte, war zunächst unklar. «Es kann deutschlandweit zu Verspätungen und Zugausfällen im Regional- und Fernverkehr kommen», sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Die DB habe vorsorglich die Höchstgeschwindigkeit der ICE auf 200 Kilometer in der Stunde begrenzt. «Aktuell verzeichnen wir in Bayern keine größeren witterungsbedingten Einschränkungen», hieß es am Mittwochmorgen.

Hoffnung auf Langlauf im Thüringer Wald

Langlauffans zum Wochenende Hoffnungen auf gespurte Loipen im Thüringer Wald hoffen. «Die Spurer warten darauf, dass sie präparieren können», sagte eine Sprecherin des Regionalverbunds Thüringer Wald am Dienstag mit Blick auf die Wetterprognosen.

Rund um hoch gelegene Gebiete wie Oberhof oder Schmiedefeld sei davon auszugehen, dass der angesagte Schnee auch komme und bis zum Wochenende liegen bleibe. «Hier geht es wohl als erstes los.» In tieferen Lagen sei es eine Gratwanderung - dort sei auch Regen möglich.

Rund um Steinach lägen derzeit etwa zwölf Zentimeter Schnee - fünf weitere seien nötig, um eine Skatingloipe zu legen, erklärte die Sprecherin. Für eine klassische Spur brauche es dann mindestens 25 Zentimeter.

Aktuell sind im Thüringer Wald noch keine Loipen gespurt. Für Skifahrer und Snowboarder sind vier Lifte geöffnet.