Hauptmann Reiser (links) wird die 4. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 391 in das neue Jahr führen. „Ich übergebe Ihnen 150 Soldaten, Menschen und Staatsbürger“, sagte Bataillonskommandeur Oberstleutnant Cihar (2. von rechts) in seiner Ansprache vor einigen hundert Soldaten der 650 Mann starken Einheit. Er möge mit Herz, Verstand, Güte und Härte führen, damit sie ihm in Gefechte folgen – auch solchen, die hoffentlich nie nötig sind. Zum Abschied des bisherigen Kompanieführers Major Mühne (rechts) – der Höhepunkt des Jahresabschlussappells – donnerte ein Panzer so gut getarnt auf den Appellplatz, dass selbst Presseoffizier Hauptmann Bausenwein nicht sicher war, ob es ein Marder 1A3 war. Major Mühne stieg auf und salutierte begleitet von dem Song „Erfolg ist kein Glück“ des Musikers Kontra K. 41 Soldaten der 4. Kompanie wurden an diesem Tag in den multinationalen Gefechtsverband („Enhanced Forward Presence Battlegroup Lithuania“) zur Unterstützung des Panzerbataillons 104 aus Hardheim nach Litauen verabschiedet. „Zur Sicherung und notfalls zur Verteidigung der Nato-Ostflanke“. Das ist, so der Kommandeur, das scharfe Ende der Zeitenwende. Deutschland werde im Osten Europas verteidigt. Bad Salzungens Bürgermeister Klaus Bohl (Freie Wähler) gab den Soldaten aus seiner Sicht die Gewissheit mit auf den Weg: „Zu Hause ist alles in Ordnung. Wir wissen, wie wichtig Ihnen das ist.“ Gemeinsam mit der Stadtverwaltung unterstütze und helfe er zum Beispiel bei der Kinderbetreuung. Unterschiedlichen Meinungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr begegne er mit einem Zitat aus der Werratal-Kaserne: „Wir kämpfen auch dafür, dass du gegen uns sein kannst.“
Werratal-Kaserne 41 Soldaten und einen Major verabschiedet
Mirco Robus 18.12.2023 - 08:22 Uhr